Der Star ist Vogel des Jahres 2018

Der Star ist Vogel des Jahres 2018

Der Star wurde vom Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres 2018 ernannt. Der talentierte Imitator von Umgebungsgeräuschen wie Handyklingeltönen oder Alarmanlagen gilt als gefährdet.

ARCHIV - Ein Star breitet am 13.05.2011 seine Flügel auf einem Hausdach aus

Mit seinem purpur-glänzenden Gefieder sei der Star zwar als Allerweltsvogel bekannt, doch diese Präsenz täusche über den abnehmenden Starenbestand hinweg, erklärte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). "In nur zwei Jahrzehnten haben wir in Deutschland eine Million Starenpaare verloren", sagte Nabu-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski.

Auch Nordrhein-Westfalen verzeichnet den Angaben zufolge eine deutliche Verringerung der Starenbestände, weshalb der Vogel 2008 in der Roten Liste der Brutvögel in NRW in die Vorwarnliste aufgenommen wurde. Insgesamt sei der Star mit 155.000 bis 200.000 Brutpaaren in NRW noch flächendeckend vertreten.

Mit seinem purpur-glänzenden Gefieder sei der Star zwar als Allerweltsvogel bekannt, doch diese Präsenz täusche über den abnehmenden Starenbestand hinweg, erklärte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). "In nur zwei Jahrzehnten haben wir in Deutschland eine Million Starenpaare verloren", sagte Nabu-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski.

Auch Nordrhein-Westfalen verzeichnet den Angaben zufolge eine deutliche Verringerung der Starenbestände, weshalb der Vogel 2008 in der Roten Liste der Brutvögel in NRW in die Vorwarnliste aufgenommen wurde. Insgesamt sei der Star mit 155.000 bis 200.000 Brutpaaren in NRW noch flächendeckend vertreten.

Vogel des Jahres 2017 war der Waldkauz. Gut getarnt mit seinem rindenfarbigen Gefieder, versteckt er sich tagsüber in Höhlen oder in dichten Baumkronen. Sein freundliches Aussehen verdankt er seinen großen runden „Knopfaugen“ sowie den zwei hellen Querstrichen oberhalb des Gesichtsrahmens, die auf uns Menschen wie Augenbrauen wirken.
Hören kann man die Rufe des Jahresvogels häufig in TV-Krimis. Im wahren Leben erklingt das lang gezogene "Huu-hu-huhuhuhuu", wenn Waldkäuze balzen oder ihre Reviere markieren, vor allem im Herbst und im Spätwinter. Fast das ganze Jahr über machen sie außerdem durch ihren Kontaktruf "ku-witt" auf sich aufmerksam. Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimeter Länge etwa so groß wie Krähen und erreichen eine Flügelspannweite bis zu 98 Zentimetern.

Der Stieglitz war Vogel des Jahres 2016. Damit wollte der NABU auf unseren Umgang mit der Natur aufmerksam machen, der den Stieglitz gefährde. Der sei nämlich angewiesen auf unbewirtschaftete Flächen.

Er ist ein äußerst wendiger Flieger. Der Habicht erspäht seine Beute gern von einem Ansitz aus und nutzt noch im Flug jede Deckung, bevor er seine Beute erreicht – meist mittelgroße Vögel wie Tauben oder Krähen, aber auch kleine Säugetiere wie Ratten oder Kaninchen. Wegen seiner Vorliebe für Deckung ist der Greifvogel gar nicht so einfach zu beobachten. Geschätzt brüten in Deutschland zwischen 11.000 und 16.000 Habicht-Paare, Tendenz fallend. Der Naturschutzbund Deutschland hat den Habicht zum  Vogel des Jahres 2015 erklärt, um auf ein generelles Problem aufmerksam zu machen: Jedes Jahr werden Habichte und andere Greifvögel getötet, unter anderem von Taubenzüchtern und von Jägern, die ihre Tauben oder Fasane schützen wollen. Das ist allerdings strafbar.

Der Grünspecht ist kein typischer Specht: Hämmern auf einem Stamm darf man von ihm nicht erwarten. Denn der grüne Bruder von unserer bekanntesten Variante, dem Buntspecht, hüpft meist am Boden rum. Dort frisst er am liebsten Ameisen, seine Nahrungsgrundlage ist also nicht gefährdet. Tatsächlich hat sich sein Bestand in den letzten 20 Jahren glatt verdoppelt und ist mit gut 40 000 Brutpaaren erfreulich groß. Deshalb kann man den Vogel des Jahres 2014 - auch in NRW - recht häufig beobachten. Dafür muss man aber gut hinhören, denn mit seinem grünen Federkleid ist er trotz seiner roten Haube gut getarnt. Mit seinem eindringlichen "Lachen“ macht er trotzdem auf sich aufmerksam.

Taubengroß, unauffällig gemustert und ein langer Schnabel. Die Bekassine ist nur eine von sechs Schnepfenarten in Mitteleuropa, sie war aber mal die häufigste. In NRW ist sie noch seltener zu sehen als im Norden. Die Bekassine ist Vogel des Jahres 2013. Sie wird auch Himmelsziege genannt, weil sie im Sturzflug mithilfe ihrer Schwanzfedern ein meckerndes Geräusch erzeugen kann. Bekassinen gelten in Deutschland als bedroht. Ihr Lebensraum verkleinert sich, weil Feuchtgebiete trockengelegt werden. Dort stochern die Vögel mit ihren langen Schnäbeln im Schlamm und suchen nach Krebstieren oder Insekten.

Der Wanderfalke war weltweit der erste Vogel des Jahres. Der Naturschutzbund Deutschland – damals noch Deutscher Bund für Vogelschutz – verlieh ihm diesen Titel im Jahr 1971. Danach entwickelte sich die Idee zu einem echten Exportschlager: Mehr als ein Dutzend Länder haben das Konzept inzwischen übernommen und wählen ihren eigenen Vogel des Jahres. Sogar Neuseeland und Südafrika gehören dazu.

Die Dohle, der Vogel des Jahres 2012, ist clever und anpassungsfähig. Lange Zeit konnte sie in der Nähe des Menschen gut überleben, nistete in Mauerspalten und fand ihr Futter auf Feldern oder auf Wiesen. Inzwischen allerdings hat die Gebäudesanierung viele Brutplätze verschwinden lassen. Und auf den eintönig bestellten Feldern der modernen Landwirtschaften gibt es für Dohlen wenig Futter.

Der Gartenrotschwanz findet seine Nistplätze in alten Obstbäumen und in naturnahen Gärten – allerdings immer seltener. Und auch in den afrikanischen Winterquartieren sieht es schlecht aus. Dort gibt es weniger Regen und weniger Insekten als früher. Viele Vögel verhungern daher, noch bevor sie ihren Rückflug nach Europa antreten können. Der Gartenrotschwanz ist Vogel des Jahres 2011.

Vogel des Jahres 2010 ist der Kormoran. Er war aus Deutschland fast verschwunden und kehrte erst dann zurück, als man ihn unter Schutz stellte. Doch auch heute noch werden Kormorane geschossen und als lästige Konkurrenz gesehen. Schließlich mögen die Tiere das, was auch Angler und Berufsfischer schätzen – nämlich Fisch. Bei der Suche nach Futter können Kormorane bis zu 30 Meter tief tauchen.

Der Eisvogel hatte als einziger Vogel des Jahres gleich zwei Amtszeiten. Er trug den Titel im Jahr 1973 und im Jahr 2009. Dafür gibt es gute Gründe: Der Eisvogel steht für bestimmte, bedrohte Lebensräume: Er braucht sauberes Wasser, naturnahe Bäche und artenreiche Auen. Wer solche Lebensräume schafft, hilft nicht nur dem Eisvogel, sondern auch vielen anderen Tier- und Pflanzenarten.

Den Vogel des Jahres 2008 kennt jeder: Es ist der Kuckuck. Sein Ruf ist in jeder Hinsicht bemerkenswert. Der Vogel hat nämlich die aus Menschensicht fragwürdige Angewohnheit, anderen seine Brut unterzuschieben. So kommt es zu grotesken Szenen: Ein kleiner Teichrohrsänger stopft einem riesig wirkenden Kuckucksküken Futter in den Schnabel. Der Kuckuck steht für artenreiche Lebensräume.

Der Turmfalke zählt zu den Gewinnern der Verstädterung. Er brütet gerne auf hohen Häusern und Kirchtürmen. So ist er wohl auch zu seinem Namen gekommen. Im Flug ist der Vogel an seinen langen, spitzen Flügeln zu erkennen - und an dem für ihn typischen Rüttelflug. Dabei steht er mit schnellen Flügelbewegungen in der Luft und sucht am Boden nach Beute. Der Turmfalke ist Vogel des Jahres 2007.

Der Kleiber wurde zum Vogel des Jahres 2006 ernannt, weil er für bestimmte Lebensräume steht, nämlich für Rotbuchen- und Eichenwälder. Dort – aber auch in Gärten oder Parks – läuft der Kleiber kopfüber die Baumstämme hinunter und sucht nach Futter. Das können Spinnen und Raupen sein. Auf Nüsse hämmert der Kleiber so heftig mit seinem Schnabel ein, dass man denken könnte, ein Specht sei in der Nähe.

Zum Vogel des Jahres haben es vor allem Vogelarten gebracht, die bedroht sind. Der Uhu aber wurde Vogel des Jahres 2005, weil der Naturschutzbund Deutschland zeigen wollte, dass Artenschutz sehr erfolgreich sein kann. Nachdem der Uhu fast ausgerottet war, brütet er jetzt wieder in ganz Deutschland. Möglich geworden ist das, weil Vogelschützer Horste gesichert und Zuchttiere ausgewildert haben.

Der Zaunkönig zeigt, dass man auch in Städten und im eigenen Garten viel für Tiere tun kann. Hier lebt der Vogel des Jahres 2004 nämlich ausgesprochen gerne – jedenfalls dann, wenn man ein wenig Unordnung toleriert. In Reisighaufen und zwischen alten Baumstämmen baut das Zaunkönigmännchen gleich mehrere kugelige Nester. Das Weibchen darf sich das schönste aussuchen.

Stand: 13.10.2017, 08:59 Uhr