Naturfilmer entdecken U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg

Naturfilmer entdecken U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg

Vor 75 Jahren wurde das deutsche U-Boot "U 581" vor den Azoren versenkt. Zwei Tierfilmer aus dem Rheinland haben es jetzt in 870 Meter Tiefe wiederentdeckt. Aus dem Wrack in der Tiefsee ist ein künstliches Riff geworden.

 Das deutsche Militär-U-Boot U-581 in 870 Tiefe

In der Tiefsee liegen die letzten unentdeckten Orte dieser Erde. Auf den Azoren bringen Kirsten und Joachim Jakobsen seit 15 Jahren Licht in dieses Dunkel. Er ist in Köln aufgewachsen, beide leben auf den Azoren. Jetzt haben sie ein deutsches Militär-U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden - pünktlich zum historischen Jahrestag: Vor 75 Jahren ist U 581 von einem britischen Zerstörer versenkt worden ist. 

In der Tiefsee liegen die letzten unentdeckten Orte dieser Erde. Auf den Azoren bringen Kirsten und Joachim Jakobsen seit 15 Jahren Licht in dieses Dunkel. Er ist in Köln aufgewachsen, beide leben auf den Azoren. Jetzt haben sie ein deutsches Militär-U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden - pünktlich zum historischen Jahrestag: Vor 75 Jahren ist U 581 von einem britischen Zerstörer versenkt worden ist. 

Das Boot liegt in 870 Meter Tiefe, am Hang eines unterseeischen Gebirges. Es ist in zwei Teile zerbrochen, Kabel hängen aus dem Inneren, ein Teil der Inneneinrichtung ist noch zu sehen. Die Natur hat in 75 Jahren aus dem eisernen Wrack ein künstliches Riff gemacht: Schwämme und Tiefseekorallen überziehen die Oberfläche. Auch aus der Bordkanone (Foto) wächst eine Koralle.

Joachim und Kirsten Jakobsen - die beiden finanzieren ihre Expeditionen in die Tiefsee mit Mitteln aus einer Stiftung.

Mit ihrem selbstgebauten U-Boot "Lula 1000" dokumentieren die beiden Naturfilmer und Biologen seit 15 Jahren unbekannte Tier- und Pflanzenarten oder Unterwasser-Landschaften rund um die Azoren. "Lula" ist portugiesisch und bedeutet auf deutsch "Tintenfisch", die Zahl gibt die maximale Tauchtiefe an. 

Das "Auge" des U-Bootes: Eine Plexiglas-Kuppel mit einem Durchmesser von 1,40 Meter ermöglicht gestochen scharfe Film-Aufnahmen aus dem "Trockenen". Das Plexiglas ist 14 Zentimeter dick, um dem Wasserdruck auch in mehreren hundert Metern Tiefe standzuhalten.

Die beiden Naturfilmer haben ein großes Archiv mit Filmaufnahmen von Lebewesen angelegt, die kaum in ihrem Lebensraum dokumentiert worden sind: Zu den selten fotografierten Bewohnern der Tiefsee gehört auch dieser Geisterhai, der den Jakobsens in den Tiefen des Atlantiks vor die Kamera schwamm.

Stand: 02.02.2017, 00:01 Uhr