Wenn die Tage plötzlich länger werden

Wenn die Tage plötzlich länger werden

Von Andreas Sträter

Der Frühling naht und jeden Tag bleibt es vier Minuten länger hell. Wir erklären, woran das liegt und was Sonnenlicht in uns bewirkt.

Eine Leiter lehnt an einem alten Baum, der im Licht der untergehenden Sonne auf einem Feld steht.

Tag verlängert sich um vier Minuten
Für den Weg um die eigene Achse benötigt die Erde jeden Tag 23 Stunden und 56 Minuten. Da sich die Erde stets auf ihrer Bahn weiter bewegt, sehen wir die Sonne erst nach 24 Stunden wieder in dem gleichen Winkel. Es bleiben also (im Durchschnitt) vier Minuten übrig. Aktuell ist es so, dass es jeden Abend zwei Minuten länger hell bleibt, während die Sonne am Morgen zwei Minuten eher aufgeht, erläutert Meteorologe Friedrich Föst aus Lübbecke dem WDR. Diese Minuten können sich in unterschiedlichen Richtungen auch auf Morgen und Abend verteilen. Der Tag ist nämlich nicht symmetrisch zur Mittagszeit um 12 Uhr aufgebaut, sondern beult sich zeitlich aus.

Tag verlängert sich um vier Minuten
Für den Weg um die eigene Achse benötigt die Erde jeden Tag 23 Stunden und 56 Minuten. Da sich die Erde stets auf ihrer Bahn weiter bewegt, sehen wir die Sonne erst nach 24 Stunden wieder in dem gleichen Winkel. Es bleiben also (im Durchschnitt) vier Minuten übrig. Aktuell ist es so, dass es jeden Abend zwei Minuten länger hell bleibt, während die Sonne am Morgen zwei Minuten eher aufgeht, erläutert Meteorologe Friedrich Föst aus Lübbecke dem WDR. Diese Minuten können sich in unterschiedlichen Richtungen auch auf Morgen und Abend verteilen. Der Tag ist nämlich nicht symmetrisch zur Mittagszeit um 12 Uhr aufgebaut, sondern beult sich zeitlich aus.

Gründe für unterschiedliche Tageslänge
Für die unterschiedlichen Zeitpunkte von Sonnenaufgang und -untergang gibt es mehrere Gründe: Zum einen ist die Erdachse selbst schräg, was zu verschiedenen Einfallswinkeln führt. Zum anderen ist die Bahn der Erde um die Sonne nicht kreisrund, sondern eiförmig. Diese Ellipsenform wiederum hat zur Folge, dass Erde und Sonne zu verschiedenen Zeiten im Jahr unterschiedlich weit voneinander entfernt sind.

Kurze Dämmerungsphase verlängert subjektiv den Tag
Aktuell sind viele Menschen der Auffassung, dass sich der Tag abends in großen Schüben verlängert. Das sei vor allem eine subjektive Wahrnehmung, erläutert Meteorologe Föst. "Diese Annahme wird möglicherweise dadurch verschärft, dass zur steigenden Tageslänge das Phänomen einer kurzen Dämmerung kommt", erklärt der Wetterexperte. Die Phase der Dämmerung ist Mitte Februar viel kürzer ist als noch mitten im Winter. So wird der Tag ohne einen langen Übergang zur Nacht – und andersherum.

Dauer der Dämmerung vom Stand der Sonne abhängig
Die Dauer der Dämmerung hängt davon ab, wie tief die Sonne unter den Horizont sinkt. Auch die geografische Breite hat einen Einfluss auf die Phase der Dämmerung. Am Äquator gibt es so gut wie keine Dämmerung. In Ländern wie Uganda, Kenia oder Indonesien wird es schlagartig dunkel und hell ­– und das jeden Tag im Jahr.

Morgens Winter, tagsüber und abends Frühling
Auslöser für unser subjektives Empfinden können auch die Arbeitszeiten sein, erklärt Meteorologe Friedrich Föst: "Morgens in der Dunkelheit herrscht noch ein subjektives, dunkelgraues Wintergefühl vor, während am Tag und am Abend schon Frühlingsgefühle durchkommen."

Licht löst Glücksstoffe aus
Frühlingsgefühle und Licht stehen in einem Zusammenhang. Denn Licht löst über den Sehnerv im Auge im Gehirn bestimmte Glücksstoffe aus. Dies führt zu hormonellen Veränderungen. Wir fühlen uns wacher – und sind voller Tatendrang. Bei Dunkelheit hingegen steigt der Melatoninanteil. Dieses Hormon beschert uns den typischen Winterblues, der zur Folge hat, dass wir in der dunklen Jahreszeit müde und niedergeschlagen sein können. Aktuell befinden wir uns also in einem ständigen Hin und Her.

Stand: 15.02.2017, 15:26 Uhr