Schlafender Vulkan-Riese ist aufgewacht?

Schlafender Vulkan-Riese ist aufgewacht?

So genannte Supervulkane sind nicht nur riesig, sondern auch besonders gefährlich. Ein Ausbruch in den Phlegräischen Feldern bei Neapel könnte beispielsweise ganz Europa lahmlegen. Zurzeit ist es dort unruhig, der Boden hebt sich und zittert.

Phlegräische Felder bei Neapel

Bekannt sind Vulkane mit imposanten Kegeln wie der Fuji in Japan. Bei Ausbrüchen spritzt die Lava aus der Krateröffnung in den Himmel und baut den runden Kegel immer weiter auf. Anders die Phlegräischen Felder, die etwa 20 Kilometer westlich des Vesuvs liegen. Sie bilden ein riesiges, recht flaches Areal , unter dem eine riesige Magmakammer ruht.

Bekannt sind Vulkane mit imposanten Kegeln wie der Fuji in Japan. Bei Ausbrüchen spritzt die Lava aus der Krateröffnung in den Himmel und baut den runden Kegel immer weiter auf. Anders die Phlegräischen Felder, die etwa 20 Kilometer westlich des Vesuvs liegen. Sie bilden ein riesiges, recht flaches Areal , unter dem eine riesige Magmakammer ruht.

Erst 2008 wurde entdeckt, dass die Phlegräischen Felder und der Vesuv eine gemeinsame Magmakammer besitzen. Der eigentliche Kraterrand des Supervulkans liegt unter dem Meer. Diese Magmakammer gehört zu den 20 Supervulkanen der Erde. Der berühmteste Supervulkan liegt unter dem Yellowstone-Nationalpark in den USA.

Der Boden auf den Vulkanfeldern kann stellenweise sehr heiß werden. Aus dem Boden strömen heiße Gase. Die enthalten hauptsächlich Schwefelwasserstoff, Kohlenoxid und Wasserdampf.

Durch diese Zersetzung und Kondensation von Wasserdampf bilden sich häufig Schlammkessel, in denen die Gase aus der gipsähnlichen Masse unter Blasenbildung austreten. Diese Vulkangase haben an den Phlegräischen Feldern einen ganzen Kratersee entstehen lassen.

Bei Kontakt mit Luftsauerstoff oxidiert der Schwefelwasserstoff und bildet elementaren Schwefel und Schwefeldioxid. Bei Kontakt mit Wasser bildet sich daraus schweflige Säure, die das Gestein und den Boden angreift.

Schwefelhaltigen Dämpfe und hitzeresistente Bakterien sorgen für die typisch gelb-orangen Verfärbungen.

Daneben gibt es zahlreiche Thermalquellen. Schon im Mittelalter wurde daraus heißes Wasser geschöpft, wie hier aus einem Brunnen-Schacht in der Solfatara.

Die Menschen leben schon lange mit der Gefahr. Große Tafeln warnen unwissende Touristen vor dem Betreten der Felder, weil unter einer dünnen Kruste oft tödlich heißer Schlamm lauert.

Die Felder sind ein Touristenmagnet. Besuchergruppen werden von erfahrenen Guides durch die zischende und blubbernde Landschaft geführt.

Menschen kommen in diese gefährliche Landschaft, um das Naturschauspiel anzuschauen und zu fotografieren.

Die Menschen in der Region Kampanien leben schon lange mit der Gefahr. Kleinere Erschütterungen gab es schon immer. Dann müssen öffentliche Brunnen wie dieser hier in den Ruinen des antiken Tempio di Seapide abgeschaltet werden.

Seit Jahren gibt es aber Messstellen wie hier am Kraterrand der Solfatara, um eine Vorwarnung geben zu können, wenn der Vulkan unmittelbar vor einem Ausbruch steht . Wenn das geschieht, wären die Folgen verheerend, vermutlich für ganz Europa.

Stand: 28.12.2016, 10:51 Uhr