In NRW droht Mückenplage

Mücke

In NRW droht Mückenplage

  • Forscher warnen vor Mückenplage.
  • Feucht-warmes Wetter bietet beste Bedingungen für Vermehrung.
  • Stehende Gewässer meiden.

In Nordrhein-Westfalen könnte es wegen der vielen warmen und nassen Tage in diesem Sommer eine Mückenplage geben. "Jetzt haben Mücken die besten Voraussetzungen, um sich zu vermehren", sagte Heinz Mehlhorn, Professor für Zoologie an der Universität Düsseldorf.

In den vergangenen Wochen hat es zum Teil enorm stark geregnet. An vielen Orten verzeichnete der Deutsche Wetterdienst mehr als 30 Liter Niederschlag in 24 Stunden.

Wasserlachen sind beste Voraussetzungen für den Mückenbestand. Die Insekten legen ihre Eier in warmen, stehenden Gewässern ab, sagt Mehlhorn. "Zum Beispiel in meinem Gartenteich. Da gibt es auch keine Fische, die die Mückenlarven fressen könnten." Ein Ende der Mückensaison sei noch nicht in Sicht: "Solange es warm ist, schlüpfen auch wieder neue Tiere", sagt er.

Für Menschen kann diese hohe Mückenpopulation schnell unangenehm werden. Denn mit der Zahl der Insekten wächst auch die Zahl der Stiche.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) warnt vor den feuchten Brutstätten: "Man sollte vermeiden, offenes Wasser, etwa in Regentonnen, in der Nähe der Wohnung zu haben", sagte eine Behördensprecherin.

Nur Weibchen stechen zu

Ein Großteil der deutschen Mückenpopulation hält sich von Menschen allerdings in der Regel fern. Nur drei der 28 Mückenfamilien stechen zu: die Kriebelmücken, die Gnitzen und die Stechmücken. Und nur die Weibchen benötigen menschliches Blut, um ihre Eier legen zu können.

Stand: 30.07.2017, 09:46