Luft in NRW: Weniger Feinstaub, mehr Stickstoffdioxid

Luft in NRW: Weniger Feinstaub, mehr Stickstoffdioxid

Von Peter Schneider

  • Umweltbundesamt legt Daten von 2016 zur Luftqualität in Städten vor
  • Feinstaubbelastung geht zurück
  • Stickstoffdioxid weiter Schadstoff Nummer eins

Hauptverantwortlich für die hohe Belastung mit Stickstoffdioxid sind nach Ansicht von Maria Krautzberger, der Präsidentin des Umweltbundesamtes vor allem alte Dieselautos. Bundesweit, so teilt das Umweltbundesamt am Dienstag (31.01.2017) mit, wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid je Kubikmeter in 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten. Dies trifft auch auf NRW zu - von den insgesamt 19 Messanlagen an Verkehrsstraßen wiesen elf Ergebnisse über dem Grenzwert aus.

Besser fallen die Ergebnisse zum Feinstaub aus - zumindest im Jahr 2016. Der Grund für die gesunkene Feinstaubbelastung liegt vor allem an der günstigen Wetterlage im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurde daher 2016 die niedrigste Feinstaubbelastung seit dem Jahr 2000 gemessen. Wie abhängig diese Ergebnisse vom Wetter sind, zeigt ein Blick auf den Januar. So wurde beispielsweise an der Messtation Detmolder Straße in Bielefeld im ersten Monat diesen Jahres der Feinstaub-Grenzwert bereits achtmal überschritten. Im gesamten vergangenen Jahr war das nur an sechs Tagen der Fall.

Daher bleibt das Umweltbundesamt besorgt. Im Jahresmittel 2016 wurde der von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Wert von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter an 30 von 65 NRW-Messpunkten überschritten. Damit liegt NRW deutlich über dem Bundeswert - hier waren die Werte an nur einem Viertel der Messstationen überschritten.

Stand: 31.01.2017, 09:00