Lavasee - Selfie mit Höllenschlund

Lavasee - Selfie mit Höllenschlund

In Nicaragua gilt der Lavasee Masaya als Touristenattraktion. Vor allem, weil er so gut erreichbar ist. Wie gefährlich er wirklich ist, ist unklar. Klar ist, die Region ist erdbebengefährdet.

Lavasee Masaya in Nicaragua

Man sieht ihn schon von weitem: Masaya. Er gilt als einer der aktivsten Vulkane in Nicaragua.

Man sieht ihn schon von weitem: Masaya. Er gilt als einer der aktivsten Vulkane in Nicaragua.

Das Besondere an Masaya: Der Lavasee entstand erst vor wenigen Jahren.

Der Krater ist so gut erreichbar, dass Touristen mit Reisebussen bis fast an den Schlund gefahren werden.

Das macht den See zur Touristenattraktion.

Von einer eigens gebauten Plattform schaut man in die Tiefe – oder macht Selfies für Facebook & Co.

Das sollte jedoch nicht täuschen, Masaya gilt als einer der aktivsten Vulkane Nicaraguas. Fluchtrouten sind nicht aus Spaß ausgeschildert.

Immer wieder gibt es starke Beben, die Häuser zerstören. So wie hier in Masaya im Juli 2000.

Das Beben mit einer Stärke von 5,9 forderte sieben Menschenleben. Tags darauf zerstörte ein weiteres Beben in der Region das Elternhaus dieses Mädchens.

Die deutsche Seismologin Anne Obermann hat deshalb rund um den Vulkan Messstationen aufgestellt.

Anne Obermann will wissen, wie das unterirdische System aussieht. Erst dann lässt sich sagen, wie der See entstanden ist und welche Gefahr von ihm ausgeht.

Stand: 31.07.2017, 10:33 Uhr