Suchspiel: Die Superkräfte der Insekten

Suchspiel: Die Superkräfte der Insekten

Von Monika Sax

Unsere heimischen Insekten haben echte Superkräfte. Wer findet die Pärchen mit den wenigsten Klicks und wird zum Insektenprofi?

Ameisen auf weißem Hintergrund

Insekten mit ungewöhnlichen Fähigkeiten

Insekten mit ungewöhnlichen Fähigkeiten

Der Schwarze Kiefernprachtkäfer kann Feuer hören! Andere Insekten fliehen vor Waldbränden, ihn ziehen Waldbrände magisch an. Denn seine Larven fressen verbranntes Holz am liebsten. Dank eines speziellen Sinnesorgans findet er Brände sogar in mehr als 10 Kilometern Entfernung.

Der Ameisenbläuling ist der Kuckuck unter den Insekten. Seine Raupen duften wie Ameisenbabys. Finden die Ameisen eine Raupe, tragen sie den Schmetterlingsnachwuchs direkt in ihre Brutkammer. Dort beginnt die Raupe Ameiseneier und Larven zu fressen – direkt vor der Nase der Ameisen. Sie bleibt den ganzen Winter im Nest und vertilgt bis zu 600 Ameisenlarven. Im nächsten Frühling verpuppt sie sich. 

Der Bombardierkäfer heißt so, weil er seine Feinde mit einer ätzenden, kochend heißen Flüssigkeit bombardiert – ohne selbst in Flammen aufzugehen. Fühlt er sich bedroht, schleudert er dem Angreifer zwei Chemikalien aus seinem Körper entgegen. Einzeln sind sie harmlos. Doch zusammen sind sie eine Bombenmischung.

Der Ameisenlöwe hat viel Geduld. Und er ist super getarnt. Er baut einen Trichter und lauert dort im Sandboden vergraben auf seine Beute. Fällt eine Ameise oder Spinne in seinen Todestrichter, packt er sie mit seinen Greifzangen und tötet sie mit einem Giftbiss. Versucht das Opfer zu entkommen, bewirft er es mit Sandteilchen. Nach zwei Jahren verpuppt sich der Ameisenlöwe und kommt als geflügelte Ameisenjungfer wieder.

Der nur sechs Zentimeter große Distelfalter macht eine 15.000 Kilometer weite Reise. Und zwar mit mehreren Generationen! Die Urgroßeltern fliegen in Westafrika los. Nach vielen Kilometern zeugen sie Nachwuchs, der weiterfliegt. Und zwar immer der Blüte ihrer Futterpflanzen hinterher. Im Frühsommer erreichen die Urenkel dann Großbritannien und Finnland.

Die Raupen des Wolfsmilchschwärmers sind Feinschmecker, sie fressen nur die Zypressen-Wolfsmilch. Diese Pflanze ist für die meisten anderen Tiere tödlich. Doch der Schmetterlingsnachwuchs mampft den ganzen Tag nichts anderes und wird selbst zum Giftcocktail. Ein mörderischer Leckerbissen für alle Fressfeinde der Raupen!

Ameisen sind voller Superlative: Sie ertragen es, eingefroren zu werden und überstehen große Hitze. Ist eine Ameise verletzt, bilden ihre Freunde eine Rettungskette und bringen sie zurück in den Bau. Und Experten schätzen, dass das Gesamtgewicht aller Ameisen auf der Erde das aller Menschen übertrifft.

Bienen können zählen. Und zwar bis drei. Das ist so gut wie ein Schimpanse. Ab einer Menge von vier nimmt die Biene Objekte als „viel“ wahr. Sie kann aber nicht unterscheiden, ob es vier, fünf oder mehr sind.

Hummeln haben Fußgeruch! Was sich gar nicht lecker anhört, ist sehr praktisch. Denn darüber können sie sich selbst und andere Artgenossen erkennen. Immer wenn ihre Füße eine Oberfläche berühren, sondern sie eine Substanz ab und hinterlassen ihren ganz individuellen Geruch.

Die Libelle ist das schnellste fliegende Insekt. Sie schafft 50 Kilometer pro Stunde. Und kann sogar rückwärts fliegen. Das hilft ihr schon lange bei der Jagd – Libellen waren die ersten Lebewesen, die ihre Beute im Flug fingen. Sie begannen damit vor fast 200 Millionen Jahren.

Stand: 26.05.2017, 14:30 Uhr