Herbst-Suchspiel: Wer findet die Fakten-Paare?

Herbst-Suchspiel: Wer findet die Fakten-Paare?

Von Andreas Sträter

Zum astronomischen Herbstanfang ist Geschick gefragt: Suchen Sie die Paare - und erhalten zu jedem Foto wissenschaftliche Fakten rund um die bunte Jahreszeit.

Herbstblatt, Kastanie

Herbst-Suchspiel

Herbst-Suchspiel

Mit dem Beginn des Herbstes werden die Tage wieder kürzer als die Nächte. Der Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit schlägt einigen Menschen aufs Gemüt. Typische Symptome sind Antriebslosigkeit oder Müdigkeit. Weil wir uns im Herbst eher in geschlossenen Räumen aufhalten, interpretiert unser Gehirn diesen Beleuchtungsgrad als Nacht - und schüttet ein Schlafhormon aus.

Was bedeutet eigentlich Herbst? Der Begriff ist verwandt mit dem englischen Wort "harvest", der Bezeichnung für Ernte(zeit). In Nordamerika wird die Jahreszeit als "fall" bezeichnet. Auswanderer brachten das Wort mit nach Übersee, es bezieht sich auf die fallenden Blätter. Bis heute ist es populärer als die in Großbritannien, Australien oder Neuseeland gängige Bezeichnung "autumn".

Möhren, die im Winter verkauft werden, ernten die Landwirte vor allem im Oktober. Sie werden ohne Mohrengrün in Kühlhäusern bei knapp über null Grad und hoher Luftfeuchte eingelagert. "So bleiben sie frisch und knackig", erläutert Petra Drees-Hagen vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband in Unna. Diese Möhren können bis Anfang Mai verkauft werden. Nirgendwo in Deutschland werden so viele Möhren geerntet wie in NRW.

Wenn das Nahrungsangebot für Igel ab Mitte Oktober knapper wird, dann bauen die Tiere ihr Winternest aus totem Holz, Reisig und Laub. Einen Monat später schlummern die meisten Igel schon und wachen dann erst wieder im Frühjahr auf. Jungtiere haben es mit dem Winterschlaf nicht ganz so eilig. Sie sind zu dieser Zeit noch unterwegs, um sich weitere Fettreserven anzufressen.

Der Herbst ist die Hauptsaison der Jäger. In dieser Zeit gibt es vor allem so genannte Treibjagden. Dabei ziehen die Treiber und die Hunde langsam durch die Wälder. Durch die hierbei entstehende Unruhe werden Rehe und Wildschweine in Richtung der Schützen getrieben. Allein in NRW gibt es nach Angaben des Landesjagdverbandes in Dortmund etwa 80.000 Jäger. Jedes Jahr werden bundesweit ingesamt über vier Millionen Tiere geschossen.

Wie entsteht eigentlich Raureif? Wenn sich die warme Luft abkühlt, kann sie die Feuchtigkeit nicht mehr halten. Der Wasserdampf kondensiert und es bilden sich feinste Tröpfchen. Diese unzähligen Wassertröpfchen sind so leicht, dass sie in der Luft schweben können und Nebel bilden. Sinkt die Temperatur unter minus acht Grad, bilden sich aus den Tröpfchen Eiskristalle, die sich auf den Pflanzen ablagern.

Der Herbst beginnt, wenn die Sonne im Zenit über dem Äquator steht – meistens um den 22. September. An diesem Tag dauern Tag und Nacht gleich lang, so Meteorologe Jürgen Weiss. Fachleute bezeichnen dies als "Äquinoktium". Dieses Ereignis kann auch einen Tag eher oder später stattfinden, da sich die Erde nicht gleichförmig um die Sonne bewegt, sondern in Zitterbewegungen.

Etwa die Hälfte aller bei uns brütenden Vogelarten sind Zugvögel. Wer im Winter keine Nahrung mehr in Deutschland findet, muss in den Süden ziehen. Vögel wie der Star, der Zilpzalp oder die Pieper-Arten ziehen nachts nach Afrika. Sie ließen sich nicht besonders gut beobachten, erläutert Claus Mayr vom NABU: "Beim Kranich ist der Zug sehr viel spektakulärer und auffälliger, weil die Tiere sich mit ihren trompetenden Lauten verständigen."

Kürbisse lassen sich nicht leicht ernten. Jeder Kürbis muss mit einem Messer am Stiel abgeschnitten werden. Es gibt keine geeigneten Erntemaschinen. Wenn er hohl klingt, ist ein Kürbis reif. Zudem sollte das Gemüse vor dem ersten Frost geerntet werden. Kürbisse zählen zu den größten und schwersten Einzelfrüchten im Pflanzenreich.

Im Herbst verfärben sich unsere Wälder. Der Grund: Unsere Laubbäume legen eine Pause ein. In dieser Vegetationsruhe sammeln sie neue Kraft für den Winter, erläutert Jens Düring vom Bund Deutscher Forstleute. Weil die Fotosynthese aussetzt, bilden sich keine Grüntöne mehr, sondern - je nach Baumart -  Gelb, Orange oder Rot. Ohne Wasserzufuhr trocknen die Blätter mit der Zeit ab - und fallen von den Zweigen.

Stand: 22.09.2017, 06:00 Uhr