Hasenland Nummer Eins ist NRW

Hasenland Nummer Eins ist NRW

Die Jäger haben Hasen gezählt. Kurz vor Ostern gibt es dabei nicht nur gute Nachrichten. Die Bestände sind zwar im Wesentlichen stabil, doch es gab durchaus Verluste.

Die langen Ohren eines Feldhasen ragen aus einem Getreidefeld

Elf Feldhasen pro Quadratkilometer haben die Jäger auf Deutschlands Feldern und Wiesen im Schnitt gezählt. "Der Bestand ist damit weiterhin stabil", sagt Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Gezählt wurde im Frühjahr und Herbst 2016. Insgesamt schätzen Experten die Zahl der Feldhasen in Deutschland auf zwei bis drei Millionen.

Elf Feldhasen pro Quadratkilometer haben die Jäger auf Deutschlands Feldern und Wiesen im Schnitt gezählt. "Der Bestand ist damit weiterhin stabil", sagt Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Gezählt wurde im Frühjahr und Herbst 2016. Insgesamt schätzen Experten die Zahl der Feldhasen in Deutschland auf zwei bis drei Millionen.

"Hasenland Nummer Eins ist Nordrhein-Westfalen geblieben", so Reinwald. Dort waren im Mittel 17 Hasen pro Quadratkilometer unterwegs. Zum Vergleich: in Sachsen waren es nur drei und im Alpenvorland acht Hasen pro Quadratkilometer.

Das nasskalte Wetter im Frühjahr 2016 hat den Junghasen mancherorts schwer zugesetzt. "Besonders drastisch waren die Verluste in den Mittelgebirgslandschaften im Osten und Westen", erklärt Reinwald. "Für den kaum geschützt auf freiem Feld in einer Erdmulde geborenen Nachwuchs ist die Kombination von Nässe und Kälte besonders ungünstig." Das Fell werde durchnässt, schließlich erfrieren die Jungtiere.

Viele Hasen finden auf den Straßen den Tod. Laut Jagdstatistik wurden innerhalb eines Jahres 242.000 Hasen erlegt oder überfahren. Dabei wurden nach DJV-Schätzungen mehr als ein Viertel der Tiere im Straßenverkehr getötet.

"Die Jäger sind keine Bedrohung für die Hasen", sagt Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. "Hauptursache für den Rückgang im Vergleich etwa zu den 1950er Jahren ist die Verschlechterung der Lebensräume." Es fehle an Wildkräutern und an Deckung.

Der Hase habe bis in die 1960er Jahre fast ideale Bedingungen vorgefunden, so der Wildbiologe. Bis Ende des vergangenen Jahrhunderts seien die Zahlen dann drastisch eingebrochen. Dennoch sagt Kinser: "Der Feldhase läuft nicht Gefahr auszusterben."

Stand: 07.04.2017, 15:46 Uhr