Weltschlaftag: Labor in Münster behandelt Schlafstörungen

Gesicht von einem Mann mit Bart, der die Augen geschlossen hat

Weltschlaftag: Labor in Münster behandelt Schlafstörungen

  • Großes Schlaflabor an der Uniklinik Münster
  • Patienten müssen lange auf Termin warten
  • Rund 40.000 Deutsche leiden an Narkolepsie

Am Freitag (17.03.2017) ist Weltschlaftag - seit 2008 machen die Verbände für Schlafmedizin an diesem Tag auf die Behandlung und die Prävention von Schlafstörungen aufmerksam. An der Uniklini Münster gibt es eines der größten Schlaflabore Deutschlands. Spezialisten untersuchen hier jedes Jahr hunderte Patienten mit Schlafstörungen. Die Warteliste ist lang. Viele müssen bis zu sechs Monate auf einen Termin warten.

Bocholter leidet unter Narkolepsie

Der Kopf eines Mannes mit Bart

Die Narkolepsie nimmt Florian Sauret viel Lebensqualität

Eine der Schlafstörungen ist Narkolepsie, eine unheilbare Schlaf-Wachstörung, die zu einem nicht kontrollierbaren Schlafzwang führt. Rund 40.000 Menschen in Deutschland sind offiziell daran erkrankt. Einer von ihnen ist Florian Sauret aus Bocholt. Der 35-Jährige leidet seit 20 Jahren unter der Krankheit. Im Alltag ist er ständig müde. Es kommt auch vor, dass Sauret plötzlich die Kontrolle über seine Muskeln verliert, eine typische Begleiterscheinung: "Ich fall selten hin, aber mir gleiten häufig Sachen aus der Hand oder mein Körper sackt manchmal weg." Bedrohlich wird es, wenn bei ihm im Schlaf sogar kurzzeitig der Atemreflex aussetzt.

Am schlimmsten war es für Sauret in der Zeit des Studiums. Das sei ganz typisch, meint Neurologin Anna Heidbreder vom Schlaflabor Münster. Denn häufig hat die Krankheit ihren Höhepunkt im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Auch wenn Narkolepsie nicht heilbar ist, sei es wichtig, frühzeitig einen Schlafmediziner aufzusuchen. Patienten müssten häufig ihre Gewohnheiten ändern, auch tagsüber gezielt Schläfchen einlegen. Die Symptome werden auch mit Medikamenten behandelt.

Stand: 17.03.2017, 20:00