Oster-Suchspiel: Wer findet die Fakten-Paare?

Oster-Suchspiel: Wer findet die Fakten-Paare?

Von Andreas Sträter

In diesem Jahr müssen wir nicht nur Eier, sondern auch Bild-Paare suchen. Zu jedem Foto gibt es Fakten rund ums Osterfest. Wer schafft es mit den wenigsten Klicks?

Ostereier im Gras

Ostersuchspiel

Ostersuchspiel

Wie viele Hühnereier darf man eigentlich pro Woche essen? Dafür gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn keine eindeutige Empfehlung. Der Pro-Kopf-Ei-Verbrauch in Deutschland lag im Jahr 2016 bei 235 Eiern pro Jahr - verarbeitete Eier wurden hierbei nicht berücksichtigt. Die Mexikaner verspeisen durchschnittlich über 350 Eier pro Jahr.

Ostern ist das höchste Fest im Kirchenjahr der Christen. Die Gläubigen feiern die Auferstehung Jesu. Die österliche Festzeit beginnt bereits mit der Osternacht an Karsamstag. In der Osternacht wird die Osterkerze entzündet. Licht ist ein zentrales Zeichen für Ostern. Das ist der Grund für die vielen Osterfeuer, die im gesamten Land entzündet werden. In der christlichen Idee wird Jesus als das Licht der Welt verstanden.

Wie entstand der Osterhase? Dazu gibt es mehrere Versionen. Hasen gelten zum einen als sehr fruchtbar. Der Glaube, dass die Hasen Eier versteckten, könnte darin wurzeln, dass die ausgehungerten Tiere im Frühjahr wieder in die Dörfer und Gärten kamen. Eine andere Herleitung kommt aus der Kunst: Das Dreihasenbild ist ein beliebtes Symbol auf Ostereiern. Gezeigt werden drei Hasen mit nur drei Ohren. Es sieht aber aus, als würden zu jedem Hase zwei Ohren gehören – ein Zeichen für die göttliche Dreifaltigkeit.

Die Farbe der Eier hängt von der Rasse der Hühner ab und ist genetisch bedingt. "Es gibt aber auch Vogelarten, die ihre Eier aktiv einfärben", sagt Vogelkundler Frank Steinheimer von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dafür benutzen die Tiere zum Beispiel Pflanzensubstrat oder ein Drüsensekret. Qualität und der Gesundheitswert werden von der jeweiligen Ei-Tönung übrigens nicht beeinflusst, sagt Isabelle C. Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Karfreitag ist ein stummer Feiertag. An diesem Feiertag schweigen die Glocken in katholischen Gemeinden. Aber nur freitags um 15 Uhr werden – wie in Gescher im Münsterland – traditionell Kirchenglocken gegossen. So soll an die Sterbestunde Jesu erinnert werden. Der Glockenguss besteht aus einer Mischung von 78 Prozent Kupfer und 22 Prozent Zinn, woraus sich die Bronze ergibt. Die wird dann auf etwa 1.200 Grad Celsius in einem Schmelzofen erwärmt.

Die Berechnung der Ei-Form ist kompliziert – nicht nur, weil es sehr viele verschiedene Eier-Sorten gibt. Ei-Formen lassen sich nicht exakt konstruieren, weil es keinen Ei-Zirkel gibt. "Die Vorschläge für mathematische Ei-Formen sind mehr oder weniger geschickte Zusammensetzungen von Ellipsenhälften", sagt der Gießener Mathematik-Professor Albrecht Beutelspacher.

Die Farben, in denen Ostereier bemalt werden, haben unterschiedliche Bedeutungen: Gelb steht für den Wunsch nach Weisheit und Erleuchtung und Grün für Jugend und Unschuld. Orange signalisiert Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz. Mit Rot wird an das Blut Jesu beim Tod am Kreuz erinnert.

Es gibt viele seltsame Osterbräuche. In der Gemeinde Lippetal im Kreis Soest segeln zu Ostern Holzscheiben über einen Acker. Trunseln heißt der westfälische Brauch. Seit über 100 Jahren versuchen die jungen Männer in dem 3.000-Einwohner-Ort Lippborg bei Hamm den Winter mit Holzbalken und Scheiben zu vertreiben. Kleinere Blessuren gehören dazu, größere Verletzungen habe es dagegen noch nie gegeben, sagen die Veranstalter.

Das Lamm gilt als das älteste Ostersymbol. Es wird schon in der Bibel im Alten Testament als Opfertier erwähnt. Das Lammblut soll die Ägypter vor Plagen geschützt haben. Im christlichen Glauben hat sich Jesus für die Menschen geopfert. Daher stammt der Begriff des "Lamm Gottes".

Die Oologie ist die Wissenschaft von Eiern. Forscher dieser Disziplin beschäftigen sich mit der Eierschale, ihrer Färbung und mit der Form der Eier, nicht aber mit ihrem Inneren. Sie bestimmen Eier anhand von Größe, Gewicht, Gestalt und Form. Die bedeutendste zoologische Eier-Sammlung Deutschlands befindet sich in den naturwissenschaftlichen Sammlungen der Uni Halle (Saale).

Stand: 15.04.2017, 06:00 Uhr