Ihre Meinung zum Nachlesen: Je mehr Muttersprachen, desto besser?

Ihre Meinung zum Nachlesen: Je mehr Muttersprachen, desto besser?

Kinder lernen Sprachen fast von alleine. Tun Eltern ihnen also etwas Gutes, wenn sie sie mehrsprachig aufwachsen lassen? Oder sollte die deutsche Sprache Vorrang haben?

Multi-Kulti und Sprachenvielfalt sind angesagt. Immer mehr Menschen wachsen mit mehr als einer Muttersprache auf - etwa weil ihre Eltern aus unterschiedlichen Ländern kommen. Oder weil ihre Familie in einem Land lebt, in dem eine andere Sprache gesprochen wird als in der Familie. Wie geht man am besten mit so einer Situation um? Wie viele Sprachen sollen Kinder wann lernen? Und was gibt es zu beachten, wenn man sein Kind mit mehreren Sprachen aufziehen möchte?

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Kommentare zum Thema

4 Kommentare

Neuester Kommentar von "Dominique Rojon", 10.04.2017, 16:00 Uhr:

Kann Sie leider telefonisch nicht erreichen Bin Franzose, habe im Gymnasium etwas Deutsch (und etwas Englisch) gelernt. Aufgrund der 1. und 2. Weltkrieg wollte ich unbedingt 1) die Sprache Deutsch lernen 2) Deutschland kennen lernen 3) ... in 1974 das erste Mal in Deutschland. Und habe 1981 geheiratet. Arbeite für eine amerikanische Unternehmen und spreche inzwischen Englisch und Spanisch fließend. Meine 3 Kinder sprechen alle fließend 4 Sprachen: De.-Fr.-En.-Sp. und haben alle Musikunterricht ab das 5. Lebensjahr (Klavier) und 2 davon Griechisch und Latein im Gymnasium gehabt. Meine 2 ältere Töchtern wohnen jetzt in England, mein Sohn in Amsterdam. Die beste Lernerfahrung: eine Au-Pair Mädchen im ersten Lebensjahr. Ich sprach immer NUR Französisch zu Hause auch mit meinen Kindern; meine Frau sprach Deutsch u Französisch. Das Au-Pair Mädchen sprach nur Französisch und sang sehr viel (sehr wichtig) mit meiner älteren Tochter.

Kommentar von "Rudolf Potter ", 10.04.2017, 15:51 Uhr:

Unsere tochter muss in der 6ten klasse eine weitere Sprache dazu nehmen . Englisch hat sie schon seit der Grundschule . Die Lehrer empfehlen Latein , ist das noch zeitgemäß und bringt es wirklich was für andere sprachen wie es immer heißt. . Allerdings kann man an dieser Schule dann später kein Französisch mehr nehmen , erst ab der 8ten spanisch . Danke für Ihre Antwort R. P.

Kommentar von "Helena", 10.04.2017, 15:47 Uhr:

Die (offensichtlich deutschsprachigen) Eltern, die im Restaurant mit ihrem Kind stoisch in schlechtem Englisch kommunizieren (Kind antwortet unbeirrt auf Deutsch) tun ihrem Nachwuchs wirklich keinen Gefallen. Die Kinder lernen nur die Fehler und die schlechte Aussprache ihrer Eltern mit (mal abgesehen davon, dass sich diese Eltern zum Affen machen). In meiner Klasse auf dem Gymnasium war ein auch ein zweisprachiges Mädchen (Mutter Französin, Vater Deutscher), deren Deutsch-Vokabular eher bescheiden war verglichen mit dem von Mitschülern, obwohl das Mädchen offensichtlich intelligent war. Oft musste sie nach der Bedeutung von Wörtern oder Redewendungen fragen oder hat Wortwitze nicht verstanden.

Kommentar von "Nicola Koster", 10.04.2017, 15:19 Uhr:

Meiner Meinung nach ist es absolut positiv zweisprachig aufzuwachsen. Es fordert das Gehirn in positiver Weise und überfordert Kinder nicht solange es konsequent durchgeführt wird. Ich bin selbst zweisprachig (deutsch und englisch) aufgewachsen. Wichtig ist nur dass die Eltern jeweils bei der eigenen Sprache bleiben wenn sie mit dem Kind sprechen. Welche Sprache die Eltern dann miteinander sprechen ist egal. Ich finde dass man die Möglichkeit immer nutzen sollte seine Kinder mehrsprachig aufwachsen zu lassen. Das bringt auch mehr Möglichkeiten im späteren Leben, heute ist es wichtig mindestens eine Fremdsprache zu beherrschen