Suchspiel: Was macht der Mai?

Suchspiel: Was macht der Mai?

Von Annika Franck

Was steckt hinter Walpurgisnacht, Maibaum und Waldmeister-Bowle? Suchen Sie die Paare mit möglichst wenig Klicks - zu jedem Foto gibt es Infos rund um den Mai.

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Was macht der Mai?

Was macht der Mai?

Das Setzen eines privaten Maibaums, in der Regel eine mit bunten Kreppbändern geschmückte Birke, ist ein rheinischer Brauch, der aus dem 16. Jahrhundert aus der höfischen Kultur stammt. Ähnlich wie mit Minnegesang wollten Männer der Dame ihrer Wahl damit ihre Zuneigung ausdrücken. Im 20 Jahrhundert ist dieser Brauch richtig populär geworden, auch in urbanen Regionen.

Die Walpurgisnacht geht auf die Heilige Walburga ins 8. Jahrhundert zurück. Die Äbtissin soll besonderen Schutz vor Hexen und Zauberei geboten haben. Richtig populär wurde die Walpurgisnacht durch Wolfang von Goethes "Faust". Goethe schildert darin eine lüsterne Zusammenkunft von Hexen. Auf dem Brocken im Harz wird die Walpurgisnacht traditionell gefeiert.

Erst im 19. Jahrhundert findet man erste Belege für die Tradition des Maifeuers. Die Idee ist vermutlich aus der Walpurgisnacht entstanden. Das Feuer wird entzündet als Übergang zum Frühling, es spendet Licht und Wärme.

Maibowle wurde bereits im 9. Jahrhundert von Mönchen in Prüm in der Eifel gemixt. Wichtigste Zutaten: Waldmeister, außerdem Wein und Früchte - heutzutage am liebsten Erdbeeren. Die Mixtur soll nicht nur schmecken, sondern auch stärken.

Maisprung: Bei diesem Brauch, der auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, sollen Verliebte gemeinsam über ein Feuer springen. Diese Mutprobe symbolisiert: "Wir gehen zusammen durchs Feuer!" und steht exemplarisch für die Feiern rund um den 1. Mai.

Leicht antiquiert mutet der Titel der Maikönigin an: Die unverheirateten Frauen eines Dorfes werden meistbietend versteigert. Die teuerste wird die Maikönigin - der Bieter Maikönig. Oder die Schönste im Dorf wird als Maikönigin gewählt, und wer sie "ersteigert", ist automatisch Maikönig.

Der schon leicht grüne Maibaum ist ein Symbol für das Frühjahr, den Neuanfang nach dem Winter, das Erwachen der Natur. Traditionell bildet der Maibaum das Zentrum für die Feierlichkeiten am ersten Mai. "Der Maibaum zeigte an: Hier darf getanzt werden!", erklärt Volkskundlerin Gabriele Dafft vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn. Daher wird in einigen Dörfern noch heute um den Maibaum getanzt.

Belege für den Tanz in den Mai gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Damals wurde - insbesondere um den Maibaum - herum getanzt, in der Nacht zum 1. Mai war das ausnahmsweise erlaubt. "In dieser Nacht galt die Tanzfreiheit", erklärt Volkskundlerin Gabriele Dafft.

Stand: 29.04.2017, 06:00 Uhr