Überraschende Fakten über Krafttraining

Überraschende Fakten über Krafttraining

Wie wirkt sich Krafttraining auf unsere Muskeln aus und warum ist es so gesund? Der Sportmediziner Dr. Ralph Schomaker aus Münster erklärt die Vorteile und die dringende Notwendigkeit für Krafttraining.

Mann am Schreibtisch im Großraumbüro

Mit jeder Stunde Lebenszeit, die wir sitzend verbringen, sinkt unsere Muskelmasse und steigt das Risiko für insgesamt über 30 chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt, Demenz oder Krebs.

Mit jeder Stunde Lebenszeit, die wir sitzend verbringen, sinkt unsere Muskelmasse und steigt das Risiko für insgesamt über 30 chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt, Demenz oder Krebs.

Die Halbwertszeit einer Muskelzelle beträgt etwa 12 bis 15 Tage. Das bedeutet, dass unsere Muskulatur sich permanent umbaut, Belastungen anpasst und erneuert.

Die aktuell vorhandenen Muskeln sind nur etwa sechs Wochen alt.

Sieben Tage Bettruhe bei gesunden jungen Männern beispielsweise führt zu 1,4 Kilogramm Muskelmassenverlust. Um diese Muskelmasse durch Training zurückzugewinnen, benötigt man etwa zehn Wochen.

Die gezielte Kräftigung der Muskeln hilft, Schmerzen dauerhaft zu senken, schmerzfreie Aktivitäten sowie die Sportfähigkeit nachhaltig zu steigern und unnötige Operationen zu vermeiden.

Eine einzige Trainingseinheit Krafttraining führt zu bis zu 72 Stunden messbarem Muskelzellenwachstum.

Krafttraining verbessert bereits nach einer Trainingseinheit den Energiestoffwechsel der vorhandenen Muskulatur und senkt so den Insulinbedarf und das Diabetesrisiko.

Für Patienten mit Bluthochdruck ist Krafttraining besonders gut: Bereits eine Trainingseinheit führt zu einer mehr als 24-stündigen Blutdrucksenkung. Je mehr Muskelgruppen einbezogen werden, umso größer der blutdrucksenkende Effekt.

Muskelkater erreicht 48 Stunden nach dem Training seinen Höhepunkt und ist etwa sieben Tage nach dem Training weitgehend wieder abgeklungen. Danach ist die betroffene Muskelgruppe in den nächsten Wochen für erneuten Muskelkater wenig anfällig.

Stand: 04.04.2017, 06:00 Uhr