Diskutieren Sie mit: Brauchen wir mehr Platz für Radfahrer?

Montage: Kommentarschablone/Radfahrer

Diskutieren Sie mit: Brauchen wir mehr Platz für Radfahrer?

Radfahren in der Stadt ist oft riskant. Damit Radfahrer sicherer und schneller ans Ziel kommen, wäre es an vielen Stellen notwendig, den Autos Platz wegzunehmen, um ihn für Radwege zu nutzen. Ein absolutes Tabu in vielen deutschen Städten! Wie sehen Sie das?

Kommentare zum Thema

35 Kommentare

Neuester Kommentar von "luro", 22.05.2016, 11:27 Uhr:

Das Auto wird eindeutig bevorzugt. Es nimmt sowohl im fahrenden als auch ruhenden Verkehr anderen Verkehrsteilnehmern zuviel Raum weg. Fußgängern und Radfahrer werden unzulässig benachteiligt. V.a. in den Städten ist das Radfahren aufgrund des beengten Raumes für Radfahrer und Fußgänger mittlerweile eine gefährliche Angelegenheit. Enge Radwege, die in Köln nicht selten im Nirwana landen, unübersichtliche Kreuzungen, vom parkenden Autos zugestellte Straßen haben in Köln dazu geführt, dass die Anzahl der Radunfälle seit 2014 dramatisch gestiegen ist. Nicht wenige sogar mit Todesfolgen für den/die Radfahrer. Moderne Verkehrspolitik muss die Priorisierung des Autoverkehrs endlich aufgeben.

Kommentar von "Gazelle", 11.05.2016, 09:55 Uhr:

Ich fahre in Köln täglich mit dem Rad bei Wind und Wetter. Spaß macht das nicht, weil die Kölner Autofahrer nicht mit Radfahrern umgehen können oder wollen. Radfahrer gehören meiner Meinung nach auf die Straße und nicht auf schlechte Radwege. Ausnahmen sollte es nur bei dreispurigen Straßen geben. Es sollten breite Radwege auf den Straßen markiert werden. Der Versuch auf der Verloer Straße ist ja nett, aber die Radwege sind zu schmal. Also lieber für die Autos Einbahnstraßen machen und mehr Platz für Radfahrer. Schlimm ist die Luxemburger Straße, da müßte man eine Spur für den Autoverkehr sperren und eine Bus- und Radspur einrichten. Auch auf den Ringen sollte die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben werden, weil die Radwege zu schmal sind und teilweise in schlechtem Zustand. Zu meiner eigenen Sicherheit fahre ich auch tagsüber mit Warnweste und versuche, mich an die StVO zu halten.

Kommentar von "Johannes Frings", 10.05.2016, 08:08 Uhr:

Eine Verbesserung für Radfahrer gelingt erst, wenn die heilige Kuh "Auto" geschlachtet wird. Das werden aber die Lobbyisten verhindern. Ein gemeinsames Nebeneinander hört sich gut an. Meiner Meinung nach muss die Politik Flagge zeigen, nicht auf Wählerstimmen schielen und sich zu einem klaren Konzept für das Radfahren bekennen und das auch konsequent umsetzen.

Kommentar von "Michael", 10.05.2016, 06:52 Uhr:

Und noch etwas: Es ist dringend notwendig, dass alle Verkehrsteilnehmer mehr Rücksicht aufeinander nehmen und dass alle Verkehrsteilnehmer sich gegenseitig respektieren. So ist es nicht förderlich, wenn Autofahrer auf Radfahrstreifen, Rad- und Fußwegen parken. Genauso ist es nicht gut, wenn Fußgänger wie selbstverständlich auch Radwege okkupieren. Und auch Radfahrer sind leider auch nicht unschuldig, wenn sie auf Fußwegen die Fußgänger als Slalomstangen verwenden und in halsbrecherischer Geschwindigkeit durch Fußgängerzonen brettern. Regeln müssen von allen Seiten akzeptiert werden und Rücksichtnahme muss beidseitig erfolgen. Ich fahre etwa 3.000 Kilometer im Jahr mit dem Rad quer durch Hamburg und es vergeht fast kein Tag, an dem mir nicht die Vorfahrt genommen wird und fast keine Woche, an der ich nicht durch Autofahrer abgedrängt und beschimpft werde, obwohl ich mich komplett an die STVO halte - das nervt. Ich versuche so zu fahren, dass ich weder mich noch andere gefäh ...

Kommentar von "Michael", 10.05.2016, 06:37 Uhr:

Zum Thema "Fahrradsteuer": Kopenhagen ist in vieler Hinsicht vorbildlich, auch bezüglich der Statistiken. Da sie den Radverkehr seit Jahren massiv fördern, haben sie verlässliche Zahlen. So ist die Sterblichkeit von Arbeitnehmern um etwa 30% geringer, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, außerdem kostet die Volkswirtschaft jeder gefahrene Kilometer mit dem Auto etwa 15 Cent (da sind nicht nur direkte Kosten wie der Straßenbau, sondern auch indirekte Kosten durch Gesundheitsschäden enthalten), während jeder gefahrene Kilometer mit dem Rad einen volkswirtschaftlichen Gewinn von 16 Cent bedeutet. Quelle: https://web.archive.org/web/20150317111623/http://subsite.kk.dk/sitecore/content/Subsites/CityOfCopenhagen/SubsiteFrontpage/LivingInCopenhagen/CityAndTraffic/~/media/4ADB52810C484064B5085F2A900CB8FB.ashx

Kommentar von "Martin Kamps", 09.05.2016, 21:28 Uhr:

Selbstverständlich muss dem Autoverkehr Raum genommen werden, denn ohne (auch räumliche) Beschränkung des Autoverkehrs ist eine Förderung des Radverkehrs nicht möglich. Da der innerstädtisch verfügbare Straßenraum nicht vergrößert werden kann (die Zeiten mit großflächigem Abriß von Häusern zur Erzeugung von Verkehrsraum sind wohl vorbei - nur bzgl. der Natur ist der Zerstörungswille von Politik und Verwaltung ungebrochen), muss er zugunsten des Radverkehrs neu aufgeteilt werden. Nur dann ist ein sicherer zügiger und komfortabler Radverkehr möglich.

Kommentar von "M03", 09.05.2016, 13:41 Uhr:

In einer Stadt ist es selten notwendig mit dem Auto zu fahren. Die Strecken können hier problemlos mit dem Rad bewältigt werden. Viele schrecken jedoch davor zurück weil die Wege in miserablem Zustand sind oder die Verkehrsführung für Radfahrer schlichtweg gefährlich ist. Der Fokus der Städteplaner liegt immer noch darauf dem Autoverkehr den Vorrang und den schnellstmöglichen weg zu gewähren. Nicht auf der Sicherheit und Gleichberechtigung aller beteiligten. Darum denke ich es wäre gerade in Großstädten an Hauptverkehrswegen sinnvoll sichere Wege für Radfahrer zu ermöglichen auch wenn dafür Platz für den Autoverkehr wegfallen würde. Das würde denke ich auch mehr Menschen davon überzeugen auf das Rad umzusteigen statt mit dem Auto zum Beispiel in die Arbeit zu fahren.

Kommentar von "ernestow", 08.05.2016, 21:50 Uhr:

Meines Erachtens ist es an der Zeit, verkehrspolitisch und verkehrstechnisch umzudenken, auch wenn es manchen Menschen (hierzulande) nicht gefällt, dass das Auto dabei weniger eine Rolle spielt. Bedenken wir einmal: Immer größere und kW-stärkere Fahrzeuge, die in der Regel gerade mal eine Person transportieren, auf den Autobahnen in NRW mehr im Stau stehen als fahren, sind sicher keine dauerhafte Lösung. Und als Antwort auf den Kommentator "Anrtilinksblock" (was vermutlich Antilinksblock heissen sollte): Polemik haben wir bereits genug. Und falls es sie interessiert: Es gab einmal ein Comic mit einer Demonstration von Autofahrern mit dem Spruch: "Freie Bahn dem Wahn! Ohne unsere großen Schlitten wären wir alle arme, kleine Würstchen."

Kommentar von "Anrtilinksblock", 08.05.2016, 17:23 Uhr:

es ist kein Platz mehr in Deutschland für rotgrüne Spinnereien. Den rotgünen Dumpfbacken nicht nur den Raum auf den Straßen nehmen, sondern den Druck erhöhen, wo immer es geht, auf SPD, Grüne und Kommunisten, ohne Rücksicht. Gerade heute, wo die SPD vorm Abgrund steht, allerorten Volksaufgabe übernehmen, Druck erhöhen und den Linksblock den größten Schaden bereiten. Endlich AFD und aufräumen in Bund und Land, lasst die Sozen den Weg der FDP gehen, so geht man mit überflüssigen Parteien um, danach die Grünen und Kommunisten, Querulanten entlassen und Stütze auf Null, Volkserziehung jetz. Druck aufbauen, geben wir es dem Linksblock.... nie wieder eine Chance für Abzocker des Volkes!

Kommentar von "dorengba", 07.05.2016, 19:21 Uhr:

(Antwort via Diaspora, hierherkopiert) wenn hunde miteinander spielen können, bringen sie das am leichtesten auf die reihe, wenn man sie einfach lässt. wenn man aber jedem zwangsweise ein revier zuweist und sie an der leine festbindet, dann kläffen sie sich an. mischverkehr gründet auf einem sozialen knowhow, das bringen die leute ohne allzu viel hexerei auf die reihe, wenn man sie lässt. wenn es sich eingespielt hat, kann man dieses vermögen aber mit zwangsseparierung leicht zerschlagen, das wird dann lange brauchen, bis es wieder zusammenwächst, wenn es kaputt ist. für technokraten gibt es eine einfache motivation, soziales knowhow zu zerstören, wie man den öffentlichen raum gemeinsam nutzt - im mischverkehr hat man mit dem fahrrad den größten aktionsradius, dank komfort der fast immer besser ausgebauten und kürzeren hauptverkehrsstrecken. das ist dann aber gleich massive konkurrenz zum motorisierten dosenblech, wenn der aktionsradius leicht über 10 km gerät, als norm ...

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