Was Sie über Depressionen wissen sollten

Symbolbild Depression

Was Sie über Depressionen wissen sollten

Von Benjamin Esche

Die Depression ist eine psychische Erkrankung, die sehr häufig und in unterschiedlicher Form auftritt. Die wichtigsten Zahlen und Fakten.

Mehr als 320 Millionen Menschen leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit an einer Depression. In Deutschland sind es laut Stiftung Deutscher Depressionshilfe 5,3 Millionen Menschen. Von 100 Menschen erkranken 16 bis 20 im Laufe ihres Lebens an dieser Krankheit. So die Schätzungen des Robert-Koch-Instituts.

Depression kann jeden treffen

Eine Depression kann eine eigenständige psychische Störung, aber auch eine Reaktion auf eine belastende Lebenssituation oder ein traumatisches Erlebnis sein. Die Symptome reichen von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder Interessenverlust über Abgeschlagenheit und Schlafstörungen bis hin zu Energieverlust und unangemessenen Selbstvorwürfen. Das kann auch zu Suizidgedanken führen. Nach Angaben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe sind Depressionen die häufigste Ursache der jährlich circa 10.000 Suizide in Deutschland.

Eine Depression kann in jedem Alter und unabhängig von Geschlecht oder sozialem Status auftreten. "Wenn man das Pech hat, eine Veranlagung dazu zu haben, dann kann man auch ohne äußere Gründe in die Erkrankung rutschen", erklärt Ulrich Hegerl von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. "Auch der disziplinierteste Mensch kann sich dann nicht am eigenen Schopf wieder aus dem Sumpf ziehen."

Gute Behandlungsmöglichkeiten

Mit professioneller Hilfe ist eine Depression aber gut behandelbar. Dies kann durch eine Psychotherapie oder mit Hilfe von Antidepressiva erfolgen. Auch neue digitale Techniken, wie internet-basierte Programme für PC oder Smartphone werden mittlerweile eingesetzt.

Stand: 07.04.2017, 06:00