Viel Misstrauen gegenüber selbstfahrenden Autos

Ein Mann in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird.

Viel Misstrauen gegenüber selbstfahrenden Autos

  • Zwei Drittel der Befragten skeptisch
  • Furcht vor Kontrollverlust
  • Forscher: Chancen besonders auf dem Land

Selbstfahrende Autos, Busse oder Bahnen: In gut zehn Jahren soll jedes zehnte Fahrzeug auf unseren Straßen ganz von einem Computer gesteuert werden, davon gehen Mobilitätsforscher aus.

Allerdings haben die deutschen Bürger nach einer aktuellen Umfrage der Bertelsmann Stiftung ein gespaltenes Verhältnis zu autonom fahrenden Autos. Die Befragten sehen zwar durchaus die Vorteile solcher Fahrsysteme, beispielsweise für ältere Fahrer oder Menschen mit einem Handicap. Aber zwei von drei Befragten misstrauen der Technik.

Viel Angst vor Kontrollverlust

Ein Schild mit der Aufschrift "autonomes Fahrzeug kreuzt"

Autonomes Fahren kommt nur langsam "in Gang"

Mehr als 60 Prozent können sich demnach nicht vorstellen, in einem selbstfahrenden Auto zu sitzen. Als Gründe werden am häufigsten die Angst vor Unfällen genannt, der Verlust der eigenen Kontrolle über das Auto und Sorge vor Hacker-Angriffen. Dabei kommen Forscher laut Studie genau zu entgegengesetzten Annahmen. Das automatisierte Fahren könnte Unfälle vermeiden: menschliche Schwächen wie Müdigkeit, Ablenkung und langsame Reaktionszeit ausschließen.

Chancen im ländlichen Raum

Große Chancen sehen die Experten für die Mobilität der Zukunft vor allem in ländlichen Gebieten. Dort könnten selbstfahrende Autos wie ein Taxi funktionieren. Sie holen den Fahrgast ab, bringen ihn zum Bespiel zum nächsten Bahnhof und fahren dann selbstständig wieder zurück. Damit solche Systeme funktionieren, ist allerdings eines entscheidend wichtig, sagen die Macher der Studie: Der flächendeckende Ausbau von Hochleistungsinternet in Deutschland.

Stand: 11.04.2017, 10:26