Jedes Glas Alkohol schadet

Jedes Glas Alkohol schadet

Alkohol macht abhängig und - was viele nicht wahrhaben wollen - er macht auch krank. Statistisch gesehen stirbt alle sieben Minuten ein Mensch durch Alkohol. Aufklärung tut Not.

Mann trinkt an einer Bar

Derzeit liegt der Pro-Kopf-Konsum an alkoholischen Getränken in der Bundesrepublik bei rund 136,9 Litern. Das ergibt eine ganze Wanne voll alkoholischer Getränke. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat mit ihrer Aktionswoche Alkohol im Mai 2017 auf die Risiken des Alkoholkonsums hingewiesen, Motto: "Alkohol? Weniger ist besser!"

Derzeit liegt der Pro-Kopf-Konsum an alkoholischen Getränken in der Bundesrepublik bei rund 136,9 Litern. Das ergibt eine ganze Wanne voll alkoholischer Getränke. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat mit ihrer Aktionswoche Alkohol im Mai 2017 auf die Risiken des Alkoholkonsums hingewiesen, Motto: "Alkohol? Weniger ist besser!"

Eine gute Nachricht: 70 Prozent der 16- bis 21-Jährigen in Deutschland konsumiert Alkohol nur gelegentlich oder nie. Wer regelmäßig, also mindestens wöchentlich, Alkohol trinkt, ist in der Minderheit.  

Eine schlechte Nachricht: In Deutschland sterben pro Jahr 74.000 Menschen durch Alkohol allein oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak. Alkoholkonsum ganz ohne gesundheitliche Risiken - den gibt es nicht. Jedes Glas schadet der Gesundheit, so die DHS.

Der Grund: Alkohol ist ein Gift, das Zellen schädigt. Bei regelmäßigem Konsum steigt deshalb auch das Krebsrisiko. Schon täglich zwei kleine Gläser Bier oder Wein erhöhen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Insgesamt ist Alkohol mitverantwortlich für über 200 Krankheiten.

Manche Menschen können einfach nicht mehr mit dem Trinken aufhören: Rund 1,77 Millionen Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland sind alkoholabhängig.

Es wird ihnen auch nicht gerade schwer gemacht, denn Alkohol wird immer billiger. Nach aktuellen Analysen für Deutschland sind innerhalb der letzten 40 Jahre alkoholische Getränke im Vergleich zur sonstigen Lebenshaltung um 30 Prozent billiger geworden. Dabei sanken die Verbraucherpreise für Wein um 38 Prozent, für Spirituosen um 33 Prozent und für Bier um 26 Prozent.

Der Staat kassiert mit: Im Jahr 2014 betrugen die staatlichen Einnahmen aus Bier-, Schaumwein- und Spirituosensteuer 3,17 Milliarden Euro. Auf Wein wird in Deutschland keine Steuer erhoben. 

Die Hersteller lassen sich die Werbung für Alkoholische Getränke einiges kosten. Werbeaufwendungen für alkoholische Getränke in TV, Rundfunk, Plakatwerbung und Zeitungen/Zeitschriften betrugen 2014 rund 561 Millionen Euro.

Um ein Vielfaches mehr kosten uns dann die Folgen. Die direkten und indirekten Kosten alkoholbedingter Krankheiten werden pro Jahr auf 40 Milliarden Euro geschätzt. 

Betrunkene kommen schon mal auf dumme Ideen, oft auch auf kriminelle. Im Jahr 2015 haben insgesamt 236.843 Tatverdächtige in Deutschland ihre Tat unter Alkoholeinfluss begangen. Das sind zehn Prozent aller Tatverdächtigen.

Wer mit Alkohol im Blut am Steuer oder auf dem Fahrrad sitzt, gefährdet sich und andere. Fast 17.000 Verletzte und 256 Tote durch Alkoholunfälle waren 2015 die traurige Bilanz.

Und in öffentlichen Verkehrsmitteln sind alkoholisierte Fahrgäste mehr als nur ein Ärgernis: Sie stören die Mitreisenden, randalieren und werden oft aggressiv. Daher wirbt die diesjährige Aktionswoche Alkohol für eine sichere Fahrt – ohne Alkohol. Ihr Schwerpunktthema vom 13. bis zum 21. Mai 2017 lautet: "Kein Alkohol unterwegs!"

Stand: 13.05.2017, 06:00 Uhr