Kraniche verzichten auf Langstreckenflug

Kraniche verzichten auf Langstreckenflug

Von Andreas Sträter

Eigentlich sind sie Frühlingsboten. Doch in diesem Jahr kehren die ersten Kraniche schon im Winter in ihre Brutgebiete zurück. Sie waren vermutlich nie weit weg. Denn je milder die Temperaturen sind, desto weniger lohnt sich der weite Flug in den Süden.

Kranich

Kraniche sind Vögel, die auf Langstrecken spezialisiert sind und mehrere hundert Kilometer am Tag zurücklegen können. In drei Tagen schaffen sie zum Beispiel den Flug von der Mecklenburger Seenplatte bis nach Spanien. Doch lange Strecken zehren an den Kräften: "Aufgrund des milden Winters sparen sich die Kraniche deshalb den langen Flug", erklärt NABU-Biologin Birgit Königs dem WDR. Aus diesem Grund seien die Kraniche auch nur bis Nordfrankreich und nicht bis ins südliche Spanien oder an die nordafrikanische Küste geflogen.

Kraniche sind Vögel, die auf Langstrecken spezialisiert sind und mehrere hundert Kilometer am Tag zurücklegen können. In drei Tagen schaffen sie zum Beispiel den Flug von der Mecklenburger Seenplatte bis nach Spanien. Doch lange Strecken zehren an den Kräften: "Aufgrund des milden Winters sparen sich die Kraniche deshalb den langen Flug", erklärt NABU-Biologin Birgit Königs dem WDR. Aus diesem Grund seien die Kraniche auch nur bis Nordfrankreich und nicht bis ins südliche Spanien oder an die nordafrikanische Küste geflogen.

Sollte der Winter in den nächsten Wochen noch einmal Frost und Kälte bringen, dann hätte sich der Rückzug für die frühen Heimkehrer nicht gelohnt. Denn Futter ist dann schwer zu finden - und auch den Kranichen können die Minusgrade schlichtweg zu kalt sein. Als große Vögel frieren sie zwar nicht so leicht, aber sie würden innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder in mildere, südlichere Gegenden ausweichen. "Insgesamt zehren zwei mal 500 Kilometer aber immer noch weniger an den Kräften der Kraniche als einmal 3.000", sagt NABU-Biologin Königs.

Für den frühen Rückflug nach Deutschland gibt es einen weiteren Vorteil. "Im Frühjahr sind diese Kraniche die ersten vor Ort, die sich auf die Suche nach dem besten Brutplatz begeben können", sagt Königs. "Dafür setzt dieser Teil der Kranich-Population auf mehr Risiko."

Kraniche seien wie alle Vogelarten clevere Tiere, sagt Mayr. Sie spüren nicht nur an der Windrichtung, dass das Wetter in Nordeuropa wärmer wird. Auch ihre Taktik beim Fliegen ist ausgefeilt: Um bei ihrem Flug Energie zu sparen, fliegen die Kraniche in ihrer typischen V- oder Keil-Formation. Das erste Tier sorgt dabei für die Orientierung, die anderen Vögel folgen.

Stand: 02.02.2016, 09:00 Uhr