2016 ist Jahr der Hülsenfrüchte

2016 ist Jahr der Hülsenfrüchte

Sie enthalten viel Eiweiß, Mineralien und Ballaststoffe - waren aber als Arme-Leute-Essen verschrien. Nun hat die FAO, die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, das Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum Trocknen aufgefädelte Bohnen

Hülsenfrüchte sind nicht nur gesund. Zudem betont die FAO, dass der Anbau von Leguminosen ein Baustein nachhaltiger Landwirtschaft sein kann und dazu beiträgt, die Biodiversität zu stärken. Auch in Zeiten des Klimawandels könnten Leguminosen dazu beitragen, für Nahrungssicherheit zu sorgen. Die Wurzeln der Pflanzen gehen im Boden eine Symbiose mit Bakterien ein, die an ihren Wurzeln Stickstoff anreichern - damit wird dann der Boden natürlich gedüngt. Außerdem lockern sie den Boden.

Hülsenfrüchte sind nicht nur gesund. Zudem betont die FAO, dass der Anbau von Leguminosen ein Baustein nachhaltiger Landwirtschaft sein kann und dazu beiträgt, die Biodiversität zu stärken. Auch in Zeiten des Klimawandels könnten Leguminosen dazu beitragen, für Nahrungssicherheit zu sorgen. Die Wurzeln der Pflanzen gehen im Boden eine Symbiose mit Bakterien ein, die an ihren Wurzeln Stickstoff anreichern - damit wird dann der Boden natürlich gedüngt. Außerdem lockern sie den Boden.

Nicht so praktisch: Die vergleichsweise langwierige Zubereitung der Speisen. Hülsenfrüchte müssen zunächst mehrere Stunden - am besten über Nacht - eingeweicht und anschließend noch lange gekocht werden. "Hülsenfrüchte roh zu verzehren ist ungünstig und vor allem für kleine Kinder sogar gefährlich", betont Ernährungswissenschaftler Stehle. Denn Leguminosen enthalten einige Inhaltsstoffe, die für den Menschen unverträglich sind.

Weniger bekannt ist, dass Lupinen ebenfalls zu den Hülsenfrüchten gehören. Die heimische Pflanze blüht nicht nur schön und wird an Tiere verfüttert ...

... sondern sie sind auch interessant für die Nahrungsmittelindustrie. Forschern ist es gelungen, den grasigen und bitteren Beigeschmack der Lupinen-Samen zu entfernen und einen Grundstoff für vegetarische und vegane Lebensmittel herzustellen. Dafür erhielten sie 2014 den Zukunftspreis. Inzwischen findet man die ersten Lupinen-Produkte im Supermarkt: Lupinen-Desserts, Nudeln, Brotaufstrich, eine Art Milch, Joghurt und Eiscreme. Aus dem laktosefreien Milchersatz auf Lupinenbasis lässt sich auch eine Cremeorte zaubern.

Entwarnung - zumindest teilweise - gibt es für diejenigen, die die blähende Wirkung der Hülsenfrüchte fürchten. Grund für den Aufruhr im Darm (Foto) sind schwer verdauliche Kohlenhydrate, also Zuckermoleküle, die im Dickdarm auf größere Mengen von Bakterien treffen. Die Bakterien freuen sich über das "Futter" und wachsen - produzieren aber als Nebenprodukt eben die gefürchteten Gase. Komplett unterbinden lässt sich das zwar nicht, auch nicht durch Zugabe von Kümmel, Anis oder Kräutern wie Bohnenkraut. Allerdings sei das eine Frage der Anpassung, betont Wissenschaftler Peter Stehle: Bei regelmäßigem Verzehr von Hülsenfrüchten gewöhne sich der Darm an die Nahrung und passe sich an. Und die Blähungen nehmen ab.

Stand: 15.01.2016, 06:00 Uhr