Gewinner und Verlierer der Vogelzählung

Gewinner und Verlierer der Vogelzählung

In über 21.000 Gärten wurden am Wochenende im Auftrag des Naturschutzbundes Vögel gezählt. Einige Arten wurden seltener beobachtet, andere wieder häufiger.

Eine Hohlmeise auf einem Ast

Die Kohlmeise zählt zu den Verlierern der Vogelzählung. Gegenüber dem Vorjahr wurde die größte und verbreitetste Meisenart Europas seltener gesichtet. Das Minus beträgt 12 Prozent.

Die Kohlmeise zählt zu den Verlierern der Vogelzählung. Gegenüber dem Vorjahr wurde die größte und verbreitetste Meisenart Europas seltener gesichtet. Das Minus beträgt 12 Prozent.

Auch bei den Blaumeisen sieht es nicht besser aus (minus 13 Prozent). Die Vogelexperten des Naturschutzbundes (Nabu) erklären sich dies mit den schlechten Bruterfolgen einiger Arten. Das Frühjahr war außergewöhnlich nass und zu kalt, so dass viele Küken erfroren sind.

Der Star rangiert in der Rangliste der am häufigsten beobachteten Arten auf Platz vier. Er wurde jedoch seltener (minus 10 Prozent) beobachtet als noch im Jahr 2016.

Der Haussperling ist besser als Spatz bekannt und zählt zu den am weitesten verbreiteten Singvögel. Bei der Vogelzählung 2017 zählt er eher zu den Gewinnern, sagt Ornithologe Heinz Kowalick. Er wurde in diesem Jahr genauso häufig beobachtet wie im vergangenen Jahr. (Hinweis: In der ersten Fassung der Fotostrecke hatten wir hier versehentlich einen Zilpzalp gezeigt. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen!)

2017 konnte die Ringeltaube bundesweit wieder häufiger beobachtet werden (plus 5 Prozent). Die Ringeltaube rangiert seit Jahren in den Top Ten der am meisten beobachteten Gartenvögel.

Der Mauersegler ähnelt den Schwalben, ist aber nicht mit ihnen verwandt. Der Vogel gehört zur Familie der Segler und wurde bei der Nabu-Zählung wieder häufiger beobachtet. Mit einem Plus von 25 Prozent zählt er zu den Gewinnern.

Stand: 18.05.2017, 11:15 Uhr