Spezialeffekte von "Game of Thrones"

Spezialeffekte von "Game of Thrones"

Keine TV-Serie hat weltweit mehr Zuschauer und Auszeichnungen als "Game of Thrones". Die Kulissen sind teils Realität – etwa in Kroatien, Marokko und Irland –, teils Spezialeffekte. Zum Finale der siebten Staffel zeigen wir, wie reale Orte in eine fantastische Welt verwandelt werden.

Die Altstadt von Dubrovnik mit ihrer Stadtmauer und verwinkelten mittelalterlichen Gassen an der Adriaküste. Eingefügt wurden die 3D-Modelle einer großen Kathedrale und Burg im Hintergrund.

Westeros heißt der Kontinent, auf dem in "Game of Thrones" adlige Familien, Herrscherhäuser und fantastische Wesen mit Intrigen, Waffen und Magie um die Herrschaft kämpfen. King's Landing, die Hauptstadt von Westeros, ist im realen Leben die kroatische Stadt Dubrovnik. Die Stadtmauer und die meisten Häuser sind echt – die Natur im Vordergrund, Berge, Kirchen und die große Burg im Hintergrund sind mit Spezialeffekten (im Englischen VFX) am Computer ergänzt.

Westeros heißt der Kontinent, auf dem in "Game of Thrones" adlige Familien, Herrscherhäuser und fantastische Wesen mit Intrigen, Waffen und Magie um die Herrschaft kämpfen. King's Landing, die Hauptstadt von Westeros, ist im realen Leben die kroatische Stadt Dubrovnik. Die Stadtmauer und die meisten Häuser sind echt – die Natur im Vordergrund, Berge, Kirchen und die große Burg im Hintergrund sind mit Spezialeffekten (im Englischen VFX) am Computer ergänzt.

Die Schauspieler und die Natur im Vordergrund sind real. Doch das Burgtor und der gesamte Hintergrund inklusive Bergen und Schloss wurde als 3D-Modell am Rechner entworfen und wie einzelne Schnipsel in das Bild eingefügt.

Die Stuttgarter Spezialeffekte-Schmiede Mackevision arbeitet seit der vierten Staffel von Game of Thrones an der Serie. Die Digital Artists der Firma entwerfen ganze Landschaften und Gebäude am Computer. So zum Beispiel die exotische Hafenmetropole Braavos, für die die Entwickler den US-Fernsehpreis Emmy gewonnen haben.

Braavos ist komplett am Rechner entstanden. Die Berge, die Kolossalstatue, Schiffe, Häuser und Kirchen: Sie alle sind einzelne 3D-Modell-Schnipsel, die zu einem ganzen Bild zusammengefügt werden. Drei bis vier Mitarbeiter saßen drei Monate an dieser einen Einstellung – die gerade einmal zehn Sekunden dauert.

Braavos' reales Vorbild ist Venedig. Mitarbeiter von Mackevision waren im Vorfeld mit Fotoapparat und Zeichenblock in der Lagunenstadt unterwegs: Wie sehen die historischen Gebäude aus? Auf welche Details muss geachtet werden? Wie fällt das Licht zu welcher Tageszeit? Solche Rechercheerkenntnisse fließen anschließend in die Animationen mit ein.

Bei den Drehs in realer Umgebung laufen die Schauspieler vor großen grünen Leinwänden herum – den sogenannten Greenscreens. Die werden im Nachhinein ausgeschnitten und durch die 3-Modelle ersetzt. In diesem Fall sind das die Kolossalstatue im Hintergrund und der große Palast am linken Bildrand.

Große 3D-Modelle wie Schiffe oder Burgen sind natürlich viel Arbeit. Aber sie sind nicht die größte Herausforderung. Die liegt in den kleinen animierten Details: So sind in diesem Bild weder die Wolken noch die Bugwelle echt. Auch Vögel, Gischt und Licht sind in der Regel animiert. Wenn die Details nicht stimmen, wirkt die Gesamtkomposition auf die Zuschauer unecht.

Auch für die VFX-Spezialisten von Mackevision ist es etwas besonderes, dass ihre Arbeit von Millionen Menschen verfolgt und diskutiert wird. Für sie ist es immer wieder witzig zu sehen, wie viele Zuschauer Animationen für Realität und Realität für Animationen halten. Die Grenze zwischen echter Welt und Fiktion ist bei Game of Thrones fließend.

Stand: 28.08.2017, 13:14 Uhr