Mit der WG dem Wohnungsmarkt trotzen

Mehrere Wohnungsgesuche hängen am Schwarzen Brett einer Universität.

Mit der WG dem Wohnungsmarkt trotzen

Wohnungen oder Appartments für Studenten in den großen Studentenstädten sind meist klein und teuer. Eine Lösung: Bei den Eltern wohnen bleiben. Oder aber man sucht ein WG-Zimmer - das kann sich rechnen.

Das Deutsche Studentenwerk hat in seinem Sozialbericht auch einen Blick auf die Wohnsituation von Studierenden geworfen. Wie man wohnt, hat großen Einfluss auf die soziale Situation, denn in vielen Städten gehen steigende Studierendenzahlen mit einem immer enger und teurer werdenden Wohnungsmarkt einher.

Die Höhe der Miete ist für 59 Prozent der Studierenden der entscheidende Faktor für die Auswahl der Wohnung. Noch wichtiger sind allerdings die Größe des Wohnraums (64 Prozent), eine gute Verkehrsanbindung (61 Prozent) und die Nähe zur Hochschule (59 Prozent.)

WG-Zimmer bis zu einem Drittel günstiger

Vor allem in den großen Unistädten kann es nach einer Untersuchung des Immobilienportals „Immowelt“ Sinn machen, eine Wohngemeinschaft zu gründen, wenn man günstiger wohnen möchte. In Köln beträgt das Sparpotenzial den Angaben zufolge bis zu 25 Prozent.

Ein Fünftel der Studenten wohnt noch bei den Eltern

2016 lebten 38 Prozent der Studierenden allein, 17 Prozent gemeinsam mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin und weitere 30 Prozent leben in einer Wohngemeinschaft. Etwa ein Fünftel der Studierenden wohnt noch bei den Eltern.

Wie hoch der Anteil der „Elternwohner“ ist, hat zum einen mit dem Alter zu tun. Je älter die Studierenden, desto weniger wohnen bei ihren Eltern. Zum anderen ist auch die soziale Herkunft mitentscheidend. Der Anteil von Studierenden aus Familien mit „hoher Bildungsherkunft“ – die Eltern haben selbst eine akademische Ausbildung – liegt bei den „Elternwohnern“ bei 14 Prozent. Bei „niedriger Bildungsherkunft“ liegt der Anteil bei 24 Prozent.

Stand: 25.09.2017, 14:00