Ungeziefer aus dem Haus verbannen

Ungeziefer aus dem Haus verbannen

Von Anke Fricke

Wenn Motten, Schaben & Co im Haus auftauchen, ist das Geschrei meistens groß. Dabei ist nicht alles schädlich, was uns ekelt. Wie man gegen die lästigen Mitbewohner vorgehen kann.

Fruchtfliege auf eiem Stück Obst

Spray, Köder, Fallen: Der Handel bietet viele Produkte gegen Schädlinge an. Die Verbraucherzentrale NRW warnt: "Gifthaltige Schädlingsbekämpfungsmittel gehören wegen der möglichen Gefahren für Mensch und Umwelt nicht in Laienhand." Die Verbraucherschützer kritisieren die unzureichenden Informationen zu vielen Produkten. Auch die frei verkäuflichen Mittel könnten bei Mensch und Haustier zu ernsthaften Vergiftungen bis hin zu Krebs führen. Besser: Zuerst das Tier bestimmen und dann gezielte Maßnahmen ergreifen.

Spray, Köder, Fallen: Der Handel bietet viele Produkte gegen Schädlinge an. Die Verbraucherzentrale NRW warnt: "Gifthaltige Schädlingsbekämpfungsmittel gehören wegen der möglichen Gefahren für Mensch und Umwelt nicht in Laienhand." Die Verbraucherschützer kritisieren die unzureichenden Informationen zu vielen Produkten. Auch die frei verkäuflichen Mittel könnten bei Mensch und Haustier zu ernsthaften Vergiftungen bis hin zu Krebs führen. Besser: Zuerst das Tier bestimmen und dann gezielte Maßnahmen ergreifen.

Wenn es ums Ekel erzeugen geht, zählen Schaben oder Kakerlaken weltweit zu den Top-Performern. Nicht ohne Grund, die nachtaktiven Allesfresser können Krankheiten übertragen und Allergien auslösen. Der NABU rät bei Befall zunächst Ritzen zu schließen sowie Futterquellen und Wasser (Vasen, Tiernäpfe, Blumenuntersetzer) zu entfernen. Einzelne Tiere samt Eiern und Häuten können abgesaugt werden. Kommen die Schaben auch tagsüber hervor, liegt ein Massenbefall vor und ein professioneller Schädlingsbekämpfer muss her.

Silberfische mögen es dunkel, feucht und warm, deswegen fühlen sie sich in Badezimmern, Waschküchen und Küchen wohl. Sie sind weder nützlich noch schädlich, weisen bei großen Mengen aber auf ein mögliches Schimmelproblem hin. Mit speziellen Köderdosen kann man Silberfische beseitigen.

Eine Ameise kommt selten allein: In der Regel bilden die als emsig geltenden Krabbler auf der Nahrungssuche lange Straßen. Diese kann man aufsaugen und den Sauger danach gründlich reinigen. Eintrittsstellen ins Haus abdichten, Löcher und Ritzen mit Gips oder Silikon füllen.

Fliegen naschen nicht nur an Süßem, sondern auch an Mist, Kot und Kadavern. Alleine deswegen mag man sie nicht in der Küche haben. Hinzu kommt noch ihre nerviges Fluggeräusch. Der NABU rät, zum Schutz Fliegengitter an die Fenster anzubringen und Brutplätze zu beseitigen. Gegen Fruchtfliegen helfen Fallen aus Obstessig und Geschirrspülmittel.

In Deutschland sollen rund fünf Prozent der Menschen an Arachnophobie, der Angst vor Spinnen, leiden. Naturschützer werben regelmäßig für mehr Gastfreundschaft, denn die Achtbeiner gelten als nützliche Mitbewohner. Wer dennoch nicht sein Reich mit ihnen teilen will, sollte Spinnen mit einem Glas einfangen und an die Luft setzen.

Mensch und Motte könnten gut zusammenleben, wäre da nicht ihre gefräßigen Raupen, die sich - je nach Art - durch Müsli, Dörrobst, Mehl und Getreide fressen. Alle befallenen Lebensmittel müssen entsorgt werden. Küchenschränke gründlich mit Allzweckreiniger säubern. Neue Lebensmittel in verschließbare Behälter aufbewahren. Kleidermotten mögen alle Naturstoffe und hinterlassen unschöne Löcher im Pulli. Sie bekämpft man mit Pheromonfallen, zudem sollte die komplette Kleidung bei mindestens 40 Grad gewaschen werden.

Besonders nervig sind Bettwanzen. Sie kommen nachts aus Ritzen hervor, um vom Schlafenden Blut zu saugen. Oft finden sich mehrere Stiche nebeneinander auf der Haut, die sich zu juckende Quaddeln entwickeln können. Bettwanzen sind nicht gefährlich, aber extrem lästig und teuer. Denn Hausmittel helfen nicht, hier muss der Profi ran.

Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Daher sollte man nicht nach ihnen schlagen. Damit sie nicht in die Wohnung gelangen, sollte man Fenster und Türen mit Fliegengaze versehen. Hat sich dennoch eine Wespe ins Haus verirrt, stülpt man am besten ein Glas über das Tier und schiebt vorsichtig ein Stück Papier als Boden unter, um so das Tier wieder ins Freie zu bringen.

Für die einen sind sie die süßesten Mitwohner, für andere der große Graus: Mensch und Maus leben seit Tausenden von Jahren zusammen, die kleinen Nager bevorzugen die gleiche Nahrung wie wir. "Gegen Mäuse hilft am besten die klassische Mausefalle mit einer Rosine als Köder", empfiehlt der NABU. Zudem sollten Lüftungsschlitze mit Gittern versehen werden und Kellerfenster geschlossen bleiben.

Wie Mäusen reicht Jungratten ein Loch mit dem Durchmesser eines Kleinfingers, um ins Haus zu kommen. Angelockt werden sie von Essensresten. Daher gilt: Abfälle niemals in die Toilette oder auf den Kompost werfen. Ratten zählen zu den Schädlingen, da sie Krankheiten übertragen können. Einzelne Tiere können mit Gift bekämpft, eine größere Anzahl sollte vom Kammerjäger "entsorgt" werden.

Stand: 01.06.2017, 06:00 Uhr