5 Tipps für den Umzug

5 Tipps für den Umzug

Von Lukas Fabry

Ein enges Treppenhaus, sperrige Schränke und zu schwere Kartons sind eine Herausforderung für jeden Umzugshelfer. Dabei können schnell Macken entstehen, die nicht nur Spuren in den eigenen Möbeln hinterlassen, sondern oft auch bei der Kaution. Mit diesen Tipps kommen Ihre Möbel unbeschädigt in der neuen Wohnung an.

Tipps 1: Decken schützen vor Macken

Kratzer in den Möbeln sind unschöne Narben eines Umzugs, die sich oft nicht mehr entfernen lassen. Daher sollten alle Gegenstände mit ausreichend Decken oder Luftpolsterfolie geschützt werden. Je mehr Polsterung, desto weniger Macken können entstehen. Spuren bleiben aber nicht nur an den Möbeln, sondern oft auch im Hausflur. Um Ärger mit dem Vermieter zu vermeiden, lohnt sich vor dem Umzug ein Gang durchs Treppenhaus. Am besten in der alten und neuen Wohnung alle Schäden mit den Smartphone zu dokumentieren, um Einbußen in der Kaution zu vermeiden.

Tipp 2: Kartons richtig packen

Auf das Packen kommt es an. Aber wie schwer sollte ein Karton sein? Eine Umzugskiste sollte nur so voll sein, dass sich der Boden nicht durchbiegt. Anderenfalls kann der Karton schnell reißen. Dabei sollte man das Gewicht im Karton gleichmäßig verteilen. Zerbrechliche Gegenstände wie Geschirr mit Packpapier einpacken und bestenfalls mit Kissen polstern, damit die Reibung gering bleibt. Ganz wichtig: Teller und anderes Geschirr niemals waagerecht in den Karton stapeln, sondern senkrecht. Sonst zerdrücken sich die Teller durch das eigene Gewicht. Die goldene Regel der Umzugsprofis bei Ein- und Ausladen: Keiner läuft mit leeren Händen. Dadurch spart man Zeit und unnötige Strecken.

Senkrecht gestapelte Teller könnten sich durch das eigene Gewicht zerdrücken.

Senkrecht gestapelte Teller könnten sich durch das eigene Gewicht zerdrücken.

Tipp 3: Umzugsunternehmen oder in Eigenregie umziehen?

Wer seinen Umzug selbst organisiert, braucht helfende Hände. 85 Prozent der deutschen Haushalte meistern ihren Umzug mit Familie und Freunden in Eigenregie. Das ist zwar die deutlich günstigere Variante, aber auch risikoreich. Geht dabei Omas Porzellan kaputt, bleibt man in den meisten Fällen auf dem Schaden sitzen. Eine Umzugsfirma hingegen ist in solchen Fällen versichert und haftet für die Schäden, die beim Umzug entstehen.

Allerdings hat der Service auch seinen Preis. Ein Umzug mit einem professionellen Unternehmen kann, abhängig von der Entfernung zwischen der alten und neuen Wohnung und den gebuchten Leistungen, zwischen 500 Euro und 1800 Euro kosten. Um im Nachhinein nicht von zusätzlichen Kosten überrascht zu werden, ist es sinnvoll, einen Festpreis für den Umzugstag auszuhandeln. Anderenfalls können Überstunden der Umzugshelfer die Kosten weiter in die Höhe drücken.

Tipp 4: Erst die Kartons, dann die Möbel

Schwere Möbel kommen nicht, wie viele denken, als erstes in den Umzugswagen. Professionelle Umzugshelfer laden erst die Kartons ein, dann die Möbel. So sind die Umzugskisten beim Möbelaufbau nicht im Weg und können ausgepackt werden, wenn die schweren Schränke und Regale bereits stehen.

Schwere Möbel kommen nicht, wie viele denken, als erstes in den Umzugswagen.

Schwere Möbel kommen nicht, wie viele denken, als erstes in den Umzugswagen.

Tipp 5: Eine Kiste für den täglichen Bedarf packen

Bis in der neuen Wohnung alles an seinem Platz steht, dauert es oft Wochen. Um die ersten Tage auch ohne Kistenauspacken zu überstehen, hilft eine Bedarfskiste mit Essen, Toilettenpapier, Kosmetik und Medikamenten. Damit diese nicht mit den anderen Kartons im Transporter landet, sollte man die Kiste bereits von dem eigentlichen Packen zusammenstellen und entsprechend kennzeichnen. Besonders Wertsachen sollten separat aufbewahrt werden.

Stand: 12.09.2017, 18:15