Service Garten: Möhren, Mais und Rote Bete - Ernte im Bauerngarten

Elmar Stertenbrink

Service Garten: Möhren, Mais und Rote Bete - Ernte im Bauerngarten

Die diesjährige Gartensaison geht langsam zu Ende. Doch auch im Herbst gibt es in manchen Beeten noch einiges zu ernten.

Kolben und Kugeln
Seit einigen Wochen erntet Elmar Stertenbrink schon den Zuckermais in seinem 800 m² großen Bauerngarten in Erkrath bei Düsseldorf. Besonders die Kinder des 56jährigen Forstwirts lieben die goldgelben Maiskolben. Daneben im Beet wuchert üppiges Laub mit dunkelroten Blattadern. Die Rote Bete und der Mais vertragen sich gut, erzählt der Gärtner. Etwa 40 pflückreife rote Kugeln vermutet er unter den Blättern. Sieben Gemüsebeete hat er angelegt, jedes acht Meter lang und fünf Meter breit. Gegärtnert wird ganz ökologisch, gedüngt nur mit garteneigenem Kompost und ausgereiftem Pferdemist.

Herbstsalate
Während die Kartoffeln längst geerntet sind, sprießt im Salatbeet noch einiges. Kopfsalate wachsen neben glattem und krausem Endiviensalat - dazwischen eine Reihe Porree. Der wird mit Erde ein wenig angehäufelt. Dann bleiben die Stiele hell und schmeckt milder und süßer. Die Kopfsalate müssen in den nächsten Tagen geerntet und gegessen werden. Endivien und Porree dürfen noch bis zum November draußen bleiben.

Möhren lagern
Auf einer Fläche von fast 20 m² macht sich in einem anderen Beet zartes Möhrenlaub breit. Mit einer Grabgabel holt der Gärtner einige Früchte vorsichtig aus dem Boden, streift die Erde ab und beißt hinein. Er ist zufrieden. Sie sind reif und schmecken zuckersüß. In den nächsten Tagen werden die restlichen Möhren geerntet. Sie werden in einer Erdmiete im Gewächshaus eingelagert. Dort, wo im Sommer die Tomaten stehen. Dazu hebt Elmar Stertenbrink einen kleinen Graben aus, stellt die Möhren ohne Grün hinein und bedeckt sie mit zehn Zentimeter Erde. In der Miete bleiben sie wochenlang frisch und können den ganzen Winter gegessen werden.

Blühender Topinambur
Vorbei an dichtem Zucchinilaub, unter dem sich noch einige schlanke Früchte verstecken, geht es zu einem Wurzelgemüse, das vor allem durch seine leuchtenden Blüten auffällt. Zwei Meter hoch sprießen die Triebe des Topinambur. Die Knollen in der Erde ähneln Kartoffeln, schmecken aber lieblicher und süßer, schwärmt der Gärtner. Auch wenn der Anbau und die Ernte des Gemüses in seinem Bauerngarten eine Menge Arbeit machen, genießt er seine frischen, selbst geernteten Früchte. Da weiß er genau, was auf dem Teller liegt.

Buchtipps

Brand, Hofmeister / Faszination Bauerngarten / Dva, 2015 / 29,99 €

Wolfgang Hensel / Landhaus- und Bauerngärten / Kosmos, 2013 / 9,99 €

Wolf-Dieter Storl / Der Selbstversorger: Mein Gartenjahr / Gräfe & Unzer, 2016 / 19,99 €

Robert Sulzberger / Bauerngärten / BLV; 2013 / 9,99 €

Autor: Gereon Reymann
Redaktion: Ruth Schulz

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 10.05 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.