Service Garten: Ranunkeln - die Farbenknaller

Ranunkelblüten in Pastelltönen

Service Garten: Ranunkeln - die Farbenknaller

Neben Tulpen und Narzissen gehören Ranunkeln mit ihren kugeligen Blüten zum Start in den Frühling einfach dazu. Zurzeit werden sie in Schalen, Beete oder Balkonkästen gepflanzt.

Seit Oktober wachsen in den Gewächshäusern von Gärtnermeister Karl Heinz Becker in Dormagen Ranunkeln in Massen heran. Seit über 30 Jahren produziert er die Frühlingsblüher. Rund 60.000 Pflanzen stehen in Kunststofftöpfen auf langen, verschiebbaren Tischen nebeneinander - ein Meer von leuchtenden Blütenkugeln über dichtem, dunkelgrünem Laub, das ein wenig an gefiederte Petersilienblätter erinnert. Ranunkeln blühen in Weiß, Gelb, Orange, Rot oder Pink. Dazu gibt es noch einige rosafarbene Blüten. Jahr für Jahr sorgen Züchter für neue, noch knalligere Farben. Gefragt sind heute auch Blüten mit farblich abweichenden Blütenrändern.

Standort

Blühende Ranunkeln

Ursprünglich stammen Ranunkeln aus Vorderasien. Botanisch gehören sie zu den Hahnenfußgewächsen. Im 16. Jahrhundert kamen sie aus der Türkei nach England und verbreiteten sich von dort in ganz Europa. Ranunkeln mögen einen halbschattigen bis sonnigen Platz und möglichst keinen Niederschlag von oben. Geblüht wird von Ende Februar bis zum Sommer. Eine einzelne offene Blüte hält – je nach Wetterlage – bis zu 14 Tage. Gut lassen sich die bis zu 45 Zentimeter hohen Ranunkeln mit Tulpen und Narzissen kombinieren. Da Ranunkeln wochenlang Blüten zeigen, hat man an ihnen besonders lange Freude.

Pflege

Damit es mit den Blüten klappt, muss die Erde im Kübel oder Kasten stimmen - locker und humusreich sollte sie sein. Ranunkeln mögen eine düngerhaltige Erde. Sonst können die Pflanzen von unten gelbe Blätter bekommen. Wichtig ist auch das richtige Gießen. Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel darf es sein. Da brauche man das richtige Fingerspitzengefühl, erklärt der Gärtner. Die Pflanzen dürfen nicht zu nass gehalten werden. Eine Ranunkel liebt es zwar feucht, mag aber keine Staunässe im Topf. Überschüssiges Wasser muss unten aus dem Topf rauslaufen können. Sind nach einiger Zeit erste Blüten verwelkt, werden sie einfach abgeschnitten, damit sich die darunter liegenden Knospen öffnen können.

Gefahren

Ranunkeln sind ziemlich robust. Krankheiten oder Schädlinge befallen sie nur selten. Gefährlich können sie werden, wenn Hunde oder Kinder sie in den Mund nehmen. Ranunkeln sind zwar giftig, der normale Umgang mit ihnen sei aber ungefährlich, versichert Karl Heinz Becker. Ein Problem können in den kommenden Wochen noch kühle Tage oder Nachtfröste sein. Meist kommen sie aber auch damit zurecht. Man sollte die Ranunkeln dann einfach in Ruhe lassen. Bis zu 3 Grad minus halten sie aus. Gefrorene Blüten sollten nicht angefasst werden. Dann platzen die Zellen auf und die Blüte ist hin.

Autor: Gereon Reymann

Redaktion: Detlef Reepen

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 10.05 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.