Schimmelalarm

Das Bild zeigt Schimmel im Badezimmer.

Schimmelalarm

Von Stefan Wichmann

Kampf dem Schimmel: Knapp fünf Millionen Deutsche leiden unter Schimmelallergien. In über der Hälfte aller Fälle ist das Badezimmer die Quelle der heimtückischen schwarzen Plage. Wie lässt sich geschickt verhindern, dass Schimmel überhaupt entsteht? Und wie wird man den lästigen Pilz los, bevor die Sporen zum Problem für die Gesundheit werden?

Laut Deutschem Allergie- und Asthmabund leiden etwa sechs Prozent der Deutschen an Schimmelpilzallergien. Sobald Schimmel größere Flächen befällt, kann er der menschlichen Gesundheit schaden.

Tipps: So werden Sie den Pilz nachhaltig los

  • Schimmel wird durch feucht- warmes Klima begünstigt. Wichtig: nach jedem Duschen oder Baden lüften oder den Entlüftungs- Ventilator einschalten.
  • Bei starkem Schimmelbefall des Putzes muss dieser schnellstmöglich entfernt werden.
  • Nachdem der Schimmel entfernt ist, die betroffenen Stellen neu verputzen. Am besten eignet sich kalkhaltiger Putz, denn Schimmelpilze können auf natürlichem Kalkputz nicht überleben, da er stark alkalisch ist.
  • Das einfachste Mittel, um Schimmel oberflächlich abzuwischen, ist Alkohol und Brennspiritus.
  • Bei Kachelwänden, die vom Schimmel befallen sind: Silikon entfernen und neu verfugen.
  • Bei feuchten Wänden mit einem Bautrocknungsgerät nach und nach Feuchtigkeit aus der Wand ziehen.
  • Schimmel wächst im leicht sauren Bereich – also nicht versuchen mit Essig zu beseitigen. Am besten gar keine Essigreiniger im Bad verwenden.
  • Wenn in einer Fuge erstmalig Schimmel entdeckt wird: Sofort mit einer in Alkohol getränkten Zahnbürste entfernen. Feuchte Handtücher nicht im Badezimmer trocknen, wenn es nicht gelüftet werden kann.

Schimmelbefall in Mietwohnungen

Schimmelpilzbefall in einer Mietwohnung gilt als Mietmangel. Über die Ursachen und die Frage, wer für die Behebung der Schäden aufkommen muss, entsteht in der Praxis häufig Streit, der am Ende oft vom Gericht – nach Anhörung von Sachverständigen – entschieden werden muss.

Da Schimmelpilzbelastung in Innenräumen ein hygienisches Problem darstellt und auch eine Gesundheitsbelastung nicht auszuschließen ist, sollten aus Gründen der Gesundheitsvorsorge die Schäden, möglichst im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Mieter und Vermieter, rasch behoben werden. Bei ärztlichen Attesten von gesundheitlichen Beschwerden aufgrund einer Schimmelpilzbelastung ist es wichtig, dass die Diagnose einen plausiblen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und der Schimmelpilzbelastung erkennen lässt.

Rechtstipps bei Schimmel im Bad

  • Den Vermieter schriftlich in Kenntnis setzen, sobald Schimmel auftritt.
  • Der Vermieter muss die Ursache des Schimmels feststellen. Sind Baumängel die Schimmelursache, muss der Vermieter die Entfernung zahlen.
  • Wenn der Vermieter auf Beschwerden nicht reagiert, ist eine Mietminderung möglich.

Stand: 21.08.2017, 11:00