Der Extremcheck: Wie schnell löst sich feuchtes Toilettenpapier auf?

Der Extremcheck: Wie schnell löst sich feuchtes Toilettenpapier auf?

Von Stefan Wichmann

Durch Verstopfungen oder lahmgelegte Pumpwerke entstehen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe an unseren Abwassersystemen. Ein großes Problem sind hier zum Beispiel Feucht- oder Toilettentücher, die immer öfter Verstopfungen und Pumpenausfälle verursachen.

Doch was ist mit dem Herstellerversprechen „Problemlose Spülbarkeit“?

Das hat „Der Haushaltscheck mit Yvonne Willicks“ gemeinsam mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft in Aachen getestet. Das Institut verfügt über ein hochmodernes Kreisgerinne. Diese kann die Verhältnisse im Abwasserkanal sehr genau simulieren. Darin haben wir 10 verschiedene Sorten feuchtes Toilettenpapier 24 Stunden sieben Tage lang schwimmen lassen.

Im Abwasser braucht feuchtes Toilettenpapier maximal 9 Stunden, bis es in der Kläranlage landet. Doch schon auf dem Weg dahin kann es Abwasserpumpen verstopfen, wenn es sich nicht schnell genug auflöst.

Stimmt das Herstellerversprechen „Problemlose Spülbarkeit“ wirklich?

Das erschreckende Ergebnis: Nur 2 von 10 feuchten Toilettenpapieren haben sich im Wasser aufgelöst. Das restliche Toilettenpapier hat sich so gut wie überhaupt nicht zersetzt.

Fazit: Das feuchte Toilettenpapier gehört nicht in die Toilette. Feuchttücher und andere feste Abfälle gehören in den Verpackungsmüll oder in den Hausmüll.

Stand: 21.08.2017, 11:00