"Alleskönner" im Test

Eine Thermomix TM5 von Vorwerk.

Küchenmaschinen

"Alleskönner" im Test

Von Nicole Albers

Die Testsieger

Gesamturteil Gut (2,4):

Kenwood Cooking Chef KM096 (1.120€)

KitchenAid Artisan Cook Processor 5KCF0103 (970€)

Krups Prep & Cook HP 5031 (775€)

Gesamturteil Befriedigend (2,9):

Vorwerk Thermomix TM5 (1.110€)

Besonders auffällig im Test war der Geräuschpegel von Thermomix – Küchenmaschinen sind generell sehr laut, doch das über 1.100 Euro teure Vorwerk-Gerät stellt seine Konkurrenten hierbei deutlich „in den Schatten“. Einmal in Betrieb, ist ein Gespräch in normaler Lautstärke kaum mehr möglich. Bei der Konkurrenz geht’s deutlich leiser zu.

Püriert oder fein geschnitten

Unterschiede wurden im Test der Stiftung Warentest auch beim Zerkleinern von Rohkost sichtbar. Danach raspelt der Thermomix Möhren und Gurken kurz und klein – unterschiedliche Messer für diverse Gemüse gibt es nicht, auch nicht bei der Konkurrenz. Einzig der Kenwood Cooking Chef bietet ein großes Sortiment diverser Aufsätze. Allerdings benötigt das Zubehör viel Platz und der Nutzer viel Kenntnis, um alles richtig anzuwenden, urteilen die Tester. Ähnlich das Ergebnis bei Suppen: Fein pürierte Cremesuppen sind für die elektronischen Küchenhelfer allesamt kein Problem. Bei Eintöpfen aber entscheidet die Messervielfalt, ob es eher was fürs Auge ist oder ein klein gehäckseltes Durcheinander. 

Komplette Gerichte – Fingerspitzengefühl gefragt

Einen klaren Vorteil beim Thermomix sehen die Tester in den integrierten Rezepten. Das Display ersetzt das Kochbuch und bietet eine leichte Handhabung. Bei der Zubereitung kompletter Gerichte muss der Nutzer aber experimentieren, besonders, wenn einige Zutaten tiefgekühlt sind. So kann bei der vorgegebenen Garzeit schnell mal Halbgefrorenes auf dem Teller landen. Das gilt auch für die Konkurrenz. Mit einem herkömmlichen Dampfgarer passiert das nicht, urteilten die Prüfer.

Reinigen – teils durchaus problematisch

Wer mit der Hand ein Essen zubereitet, steht hinterher vor einem Berg schmutziger Töpfe. Wie gut, dass es Spülmaschinen gibt. Das aber ist mitnichten bei allen Küchenmaschinen eine Hilfe. Die Tester fanden heraus, dass, anders als beim Thermomix, die Töpfe einiger Konkurrenten nicht spülmaschinengeeignet oder mühsam im Auseinanderbauen sind. Einige Stabmixer bieten noch nicht einmal diese Möglichkeit, so müssen Speisereste mühsam unter den Messern herausgebürstet werden. Stiftung Warentest zog daher das Fazit, dass die Küchenmaschinen durchaus keine Alleskönner oder Wundermaschinen sind. Danach gibt es also nichts, was nicht auch genauso gut und teils auch genauso schnell von Hand oder mit Hilfe herkömmlicher Küchengeräte funktioniert. 

Stand: 25.11.2015, 13:57