Kürbis-Burger von Olaf Baumeister

Kürbis-Burger von Olaf Baumeister

Kürbis ist nicht nur gesund und unglaublich schmackhaft, sondern auch extrem vielseitig in der Zubereitung. Wie vielseitig, das zeigt Olaf Baumeister mit einem Kürbis-Burger und selbstgemachter Kürbis-Aioli.

Olaf Baumeister

Kürbis mal anders – als köstlicher Kürbis-Burger mit selbstgemachter Kürbis-Aioli. Mit diesem vielseitigen Gemüse lässt sich ganz leicht ein Burger herstellen. Olaf Baumeister zeigt, wie es gelingt.

Das Rezept

Kürbis-Burger

(für drei bis vier Portionen)

Landbrot in Kürbiskern-Öl gebraten

Anstelle eines Kürbiskernbrots können Sie auch ein gutes Landbrot oder ein klassisches Burgerbrötchen in die perfekte Verpackung für den Burger verwandeln.

Zutaten

  • 2 EL Kürbiskerne
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 4 Scheiben frisches Sauerteigbrot

Zubereitung

Kürbis Kerne

Die Kürbiskerne grob hacken, in einer Pfanne goldbraun rösten, etwas abkühlen lassen und das Brot darin mit Kürbiskernöl von einer Seite knusprig anbraten.

Nur von einer Seite anbraten, damit die Außenseite später nicht voller Öl ist. Das Kürbiskernöl nicht zu stark erhitzen, da es einen sehr niedrigen Rauchpunkt hat.

Hacksteak mit Kürbiskernen

Zutaten

  • 400 g frisches Rinderhack
  • 2 Schalotten
  • 1 TL scharfer Senf
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL geröstete Kürbiskerne
  • etwas Pflanzenöl zum Anbraten

Zubereitung

Aufgeschnittene rote Zwiebel.

Die Schalotten schälen, fein würfeln und mit den Kürbiskernen und dem Senf unter das Fleisch mischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und zu drei bis vier flachen Hacksteaks formen. Sie sollten etwa fingerdick und etwas breiter als die Brotscheiben sein. Von beiden Seiten kräftig anbraten und bei niedriger Temperatur ziehen lassen, so dass sie innen noch leicht rosafarben sind.

Kürbis-Aioli

Zutaten

  • 1 Eigelb
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 4 EL kaltgepresstes Rapsöl
  • 1 /2 TL Senf
  • 1 Spritzer Limettensaft
  • 1 Msp geriebene Limettenschale
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • ¼ Knoblauchzehe
  • 1 Prise gemahlener Koriander
  • 1 Msp fein gehackte Chilischote

Zubereitung

Die Knoblauchzehe mit etwas Salz zu Mus zerquetschen. Dann mit Senf, Koriander, Chilischote, Eigelb, Limettensaft und -schale in ein hohes Gefäß geben und mit einem Schneebesen vermischen. Die beiden Ölsorten dazulaufen lassen und weiter aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Statt Kürbis-Aioli passen auch Remoulade oder Mayonnaise gut.

Gegrillter Kürbis

Zutaten

  • 150 g Hokkaidokürbis mit Schale
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Den Kürbis vom Kerngehäuse befreien und mit der Schale in feine Scheiben schneiden. Eine Pfanne kräftig erhitzen und den Kürbis darin mit dem Öl von beiden Seiten kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Selbstgemachtes Kürbis-Chutney (süß-sauer-scharf)

Zutaten

  • 500 g Kürbis
  • 100 ml Weißwein
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 2 EL Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Nelken
  • 2 Kardamomkapseln
  • ¼ bereits ausgekratzte Vanillestange
  • Schale einer halben Limette
  • 1 Msp fein gehackte Chilischote
  • etwas Stärke zum Binden

Zubereitung

Die Zutaten werden in einemTopf mit einem Mixstab püriert

Den Kürbis vom Kerngehäuse und der Schale befreien (außer beim Hokkaidokürbis, da kann die Schale dranbleiben) und in feine Würfel schneiden. Zucker goldgelb in einem Topf karamellisieren, Kardamomkapseln und Nelken leicht andrücken und zusammen mit der Vanillestange im Zucker erhitzen. Mit Weißwein und Essig ablöschen und einmal aufkochen. Bei kleiner Temperatur ziehen lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Stärke, angerührt in Wasser, leicht binden. Den Kürbis dazugeben, einmal aufkochen lassen. Sofort vom Herd nehmen und in ein Weckglas füllen.

Wer kein Kürbis-Chutney mag, kann auch Ketchup verwenden.

Zusätzlich

  • 3-4 Kopfsalatblätter
  • 3-4 kleine Holzspieße

Fertigstellung

Die einzelnen Zutaten nach Belieben zu einem Burger zusammensetzen und mit Holzspießen befestigen.

Angeberwissen: Kürbiskerne

Salatöl, Beruhigungsmittel oder Knusper-Kern! Lesen Sie hier, was in den unscheinbaren Kürbiskernen steckt und welche verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten es gibt. Sie werden sich wundern!

Vielzahl von Kürbissen auf einem Feld

Viva la Mexico!
Kürbisse haben ihren Ursprung in Mexiko und finden schon in den Tagebüchern von Christoph Kolumbus ihre erste Erwähnung. Bis heute sind gerade die gerösteten Kerne der Kürbisfrucht unter dem Namen „Pepitas” für die mexikanische Küche und als Snack zwischendurch unverzichtbar. Übersetzt bedeutet „Pepitas” soviel wie „kleine, gequetschte Samen”.

Viva la Mexico!
Kürbisse haben ihren Ursprung in Mexiko und finden schon in den Tagebüchern von Christoph Kolumbus ihre erste Erwähnung. Bis heute sind gerade die gerösteten Kerne der Kürbisfrucht unter dem Namen „Pepitas” für die mexikanische Küche und als Snack zwischendurch unverzichtbar. Übersetzt bedeutet „Pepitas” soviel wie „kleine, gequetschte Samen”.

Magnesiumbomben
Schon rund acht Esslöffel Kürbiskerne liefern Ihnen den gesamten Tagesbedarf an Magnesium. Im menschlichen Körper ist es ein echter Alleskönner, das verschiedenste Aufgaben übernimmt. Besonders bei Belastung von Muskeln sorgt Magnesium für ein ausgewogenes Verhältnis und kann so Muskelkrämpfe verhindern.

Pflanzzeit
Kürbiskerne sollten Sie zwischen Ende Mai und Mitte Juni einpflanzen, um bis zum Oktober mit Erntedank und Halloween den perfekten Kürbis zu züchten. Die Kerne brauchen 90 bis 120 Tage, um sich vollständig zu entwickeln.

Kürbistee
Aus frischen Kürbiskernen können Sie ganz einfach einen leckeren und gesundenTee zubereiten: Etwas Ingwer dazu, aufkochen, zehn Minuten ziehen lassen und fertig! Diese Mischung soll Ihr Immunsystem entwässern und stärken.

Trockene Betten
Kürbiskerne wirken positiv auf die männliche Prostata und stärken die Blasenmuskulatur. Gerade für ältere Kinder, die noch ins Bett machen, können Kürbiskerne also eine echte Wunderwaffe gegen das nächtliche Bettnässen sein.

Volles Haus
Durchschnittlich sollen sich in einem Kürbis rund 500 Kürbiskerne befinden. Nach Ansicht vieler Forscher machen gerade diese charakteristischen Kerne den Kürbis zum Obst, während andere Experten darauf bestehen, dass der Kürbis, trotz Kernen, ein Gemüse sei.

Allergische Reaktionen
So gesund Kürbiskerne auch sind, einige Menschen reagieren mit allergischen Reaktionen auf sie. Bestimmte Eiweiße in den Kernen werden selbst bei großer Hitze nicht gespalten und können so juckende Hautirritationen oder sogar einen lebensgefährlichen, anaphylaktischen Schock verursachen.

Wertvolles Öl
Kürbiskern-Öl ist reich an Vitamin E und begeistert viele mit seinem nussigen Geschmack und der dunklen Färbung. Zum Kochen sollten Sie es trotzdem nicht verwenden: Durch seinen niedrigen Garpunkt schlägt der Geschmack schnell um, und es wird bitter. Geben sie lieber etwas Honig und Kräuter zum Öl und zaubern Sie so das gewisse Etwas in Ihren Salat.

Natürliche Schlafthilfe
Durch den hohen Tryptophan-Anteil können Kürbiskerne Ihnen einen erholsamen Schlaf bescheren. Der Körper wandelt die Aminosäure in das Hormon Serotonin um, das wiederum Entspannungsprozesse in Gang setzen kann.

Stand: 13.09.2016, 06:00