Erfrischende Gazpacho

Das Bild zeigt die fertige Vorspeise: Gazpacho mit Crostini.

Erfrischende Gazpacho

Suppen sind nur was für kühle, regnerische Tage? Von wegen – gerade im Sommer sind sie die ideale Mahlzeit. Das wissen die Südeuropäer schon lange, denn in Spanien, Italien oder Griechenland haben kalte Suppen Tradition. Unsere Köchin aus Leidenschaft, Brigitte Bengner, verrät das Rezept für ihr Lieblingssüppchen – Gazpacho.

Brigitte Bengner

Hobbyköchin Brigitte Bengner.

Neben knackig-frischem Gemüse sind Pürierstab und Kühlschrank die Hauptakteure dieser traditionellen kalten, spanischen Gemüsesuppe. Hobbyköchin Brigitte Bengner macht’s vor.

Das Rezept

(für vier Personen als kleine Vorspeise oder für zwei zum Sattessen)

Zutaten

  • 1 große gelbe Tomate
  • 2 große rote Tomaten
  • 1 Salatgurke
  • je 1 rote, grüne und gelbe Paprika
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Scheibe Toastbrot ohne Rinde
  • etwas Milch (Veganer können Sojamilch oder Mandelmilch verwenden)
  • 1 kleiner Bund Frühlingszwiebeln (für das Gericht nur das Weiße nutzen, das Grün später als Deko verwenden)
  • 100ml Mangoessig
  • 3 EL weißen Balsamessig
  • weißer Pfeffer, Salz
  • Chiliflocken
  • Olivenöl

Zubereitung

Messer schneidet Tomate

Tomate schneiden.

Das Gemüse in grobe Stücke schneiden, die Gurke vorher schälen, die Paprika entkernen. Alles zusammen mit dem Essig und einem ein Viertel Teelöffel Chiliflocken in eine große Schüssel geben und gut vermischen. Diesen Ansatz über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag alles fein pürieren. Das Ganze durch ein Sieb streichen, damit die Schalen und Kerne von Tomate und Paprika zurückbleiben. Toast in Milch einweichen und die Gazpacho damit ein wenig sämiger rühren – dadurch wird die Konsistenz schöner. Mit weißem Pfeffer und Salz pikant abschmecken. Sollte die Kaltschale nicht chili-pikant genug sein, etwas Chilipulver dazu geben. Anrichten und das ganz fein geschnittene Grün der Frühlingszwiebel über die Gazpacho streuen. Je nach Geschmack zum Schluss etwas Olivenöl und/oder Mangoessig darüber träufeln.

Brigitte Bengners Tipps

  • Ursprünglich stammt die Gazpacho aus Andalusien und war ein Arme-Leute-Essen. Hauptzutaten sind Tomaten, Gurken, Paprika, Brot, Knoblauch und Salz. Eine große Rolle spielt die Qualität der Zutaten. Verwenden Sie nur vollreife, aromatische Früchte. Das Gemüse wird für die Gazpacho nicht gekocht. So bleiben alle Vitamine erhalten.
  • Kaltschalen und auch andere pürierte Suppen sollten jedoch immer am selben Tag gegessen werden. Sonst verlieren sie Aroma und Farbe.
  • Brigitte Bengner lässt alle Zutaten über Nacht ziehen. Diesen Tipp hat sie von einer befreundeten Spanierin. Alle Zutaten sollen einfach nur gut durchziehen und quasi im Essig marinieren. Der Sud bleibt erhalten und wird später mit allem zusammen püriert. Um die Konsistenz, wenn die Suppe zu flüssig ist, etwas sämiger zu machen, verwendet man das Weißbrot. Aber auch das Olivenöl, das in die Suppe eingerührt werden kann, bindet die Suppe.
  • Essig gehört traditionell in die Gazpacho. Brigitte empfiehlt weißen Balsamessig, er ist milder und schmeckt weicher und eleganter als Weißweinessig.
  • Brigitte Bengner rät, die Suppe nicht mit Chiliflocken nachzuwürzen. Denn beim Abschmecken sind Chiliflocken schwierig zu dosieren. Man schmeckt die Schärfe nicht sofort – sie entwickelt sich erst, wenn die Flocken in der Gazpacho weich geworden sind. Dann ist das Süppchen aber schnell zu scharf. Lieber mit Chilipulver würzen, so lässt sich der Schärfegrad leichter beeinflussen.
  • Weißer Pfeffer passt besser als schwarzer, weil er eine kräftige Schärfe hat, die prima zu diesem Gericht passt. Außerdem sehen die schwarzen Körnchen vom schwarzen Pfeffer in der Gazpacho nicht so schön aus.
  • Gazpacho mit Olivenöl und/oder Mangoessig beträufeln: Beide Zutaten passen toll zum Gericht und sehen optisch schön aus. Etwas zerbröckelter Schafs- oder Ziegenkäse passt auch als Topping. Mangoessig gibt der Suppe einen fruchtigen Touch. Man kann auch etwas frische Mango dazugeben. Mangoessig ist halt praktischer zu dosieren und jeder kann den Fruchtanteil selbst bestimmen z.B. beim eventuellen Nachwürzen. Er sollte jedoch sparsam verwendet werden.

Stand: 09.08.2017, 06:00