Alles rund um Alkohol

Alkohol

04.02.2016

Alles rund um Alkohol

Von Felix Holtermann

Karneval ist da! Und ich gestehe es: Als ich nach Köln gezogen bin, war der Trubel nichts für mich – weil ich das Geheimrezept nicht kannte: Spätestens um 11:11 Uhr hat der Karnevalist einen in der Krone. Andernfalls ähnelt die Kölner Innenstadt mehr einer geschlossenen Abteilung, denn einem Volksfest. Die wichtigsten Fakten rund um die Volksdroge Nummer 1: Alkohol.

Alkohol macht lustig, und: rundlich! Je alkoholhaltiger ein Drink ist, desto mehr Nährwert hat er. Alkohol enthält fast so viele Kalorien wie Fett und mehr Kalorien als Zucker. Außerdem regt er den Hunger an, vor allem auf Fettiges. Beim Bier ist Weizen Dickmacher Nummer eins, ein halber Liter entspricht einer halben Tafel Schokolade. Etwas besser sieht es bei Kölsch, Pils und Alt aus, noch besser bei alkoholfreiem Bier: das kann rund 40 Prozent weniger Kalorien enthalten. Sehr viel Zucker steckt in Biermixgetränken, besser ein klassisches Radler trinken. Und auch Wein ist ein Dickmacher: ein Glas Rot- oder Weißwein kann kalorienhaltiger sein als ein Glas Limonade, die Alternative hier: Weißweinschorle.

Die Polizei warnt zu Karneval: Viele Fahrer unterschätzen die Gefahren von Restalkohol im Blut, setzen sich morgens nach einer durchfeierten Nacht hinters Steuer. Meist hat der Körper dann den Alkohol noch nicht vollständig abgebaut. Er vermindert Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit. Schon mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille können sich Fahrer strafbar machen, wenn es zu entsprechender Fahrweise oder zu einem Unfall kommt. Also laut Polizei besser der Devise folgen: „Ganz oder gar nicht!“ – und nach dem Feiern Bus, Bahn oder Taxi nehmen.

Was für Wein schon langt gilt, kommt jetzt auch beim Bier an: Bier-Connaisseure organisieren Verkostungen, handgebraute Craft-Biere werden zum Party-Thema. Wer mitreden will, hält sich an die Kriterien für gutes Bier. Laut Deutscher Landwirtschafts-Gesellschaft sind das der Schaum, er muss stabil sein. Die Klarheit: Filtrierte Biere müssen glänzen, unfiltrierte Trübstoffe enthalten. Der Geruch wird getestet, wenn der Schaum schon etwas zerfallen ist, er reicht von Malz- oder Karamell- bis zu Frucht- und Gewürzaromen. Und beim Geschmack gibt es drei Kriterien: Der Antrunk muss vollmundig sein, würzig. Die Rezenz, der Frischeeindruck, hängt am Säure- und CO2-Gehalt. Und die Bitterkeit des Hopfens bestimmt den Nachtrunk, den letzten Geschmackseindruck.

Stand: 04.02.2016, 12:31