Süßes hat Konjunktur

Gummibärchen auf der Süßwarenmesse

03.02.2016

Süßes hat Konjunktur

Von Birgit Eger

Fast 34 Kilogramm Süßes hat statistisch gesehen jeder von uns im vergangenen Jahr gegessen und dafür rund 110 Euro ausgegeben. Etwa ein Drittel davon machen Schokoladenwaren aus. Die Zahlen hat der Verband der Süßwarenindustrie anlässlich der Messe in Köln herausgegeben. Die geht heute zu ende, unter anderem mit  einer bahnbrechenden Neuigkeit für alle Schleckermäuler.

Ein schweizer Hersteller hat eine nicht-schmelzende Schokolade vorgestellt. Das Ergebnis der mehrjährigen Forschung macht jetzt Schluss mit klebrigen Fingern. Normalerweise schmilzt Schokolade bei 34 Grad, die Neuerfindung soll aber bis knapp 38 Grad ihre Form behalten. Das ist nicht nur für genervte Eltern und deren gutes Sofa interessant sondern auch für den Verkauf von Schokoladenprodukten in heiße Länder wie nach Südostasien oder in den Nahen Osten. Die neuen Produkte könnten unter verschiedenen Namen schon im Sommer in den Handel kommen. Das Rezept ist natürlich geheim.

Fairer Kakao-Anbau


Am Anfang jedes Schokoladenprodukts steht die Kakao-Bohne, die zum großen Teil von Bauern in West- und Zentralafrika angebaut wird. Wer Schokolade isst, sollte sich deshalb auch Gedanken um faire Arbeitsbedingungen machen. Bereits 30 Prozent des Kakaos aus Süßwaren stammt schon aus nachhaltigem Anbau, schätzt das Entwicklungshilfeministerium. Die bekanntesten Siegel sind sicher das schwarz-blau-grüne Siegel von Fairtrade und das Siegel der Gepa, der Buchstabe "G" in einer Spirale. Mehr Infos zum fairen Handel stehen zum Beispiel auch auf der Internetseite des Ministeriums.

Es muss nicht immer Süßes sein …

Den Spaß an gesundem Essen kann man schon Kindern vermitteln. Wird Essen zum Beispiel appetitlich angerichtet, greifen Kinder lieber zu. Den Speiseplan kann man gemeinsam festlegen, damit auch der Kindergeschmack berücksichtigt wird. Und eine Regel hilft: Probieren muss man, den Teller leer essen nicht. Sonst fördert man ungesundes Essverhalten. Hilfreiche Tipps hat auch der Ernährungsdienst AID zusammengestellt.

Stand: 03.02.2016, 11:52