Hoodies, Jeggings und Loungewear

Verschiedene Jeans Hosen

Mode-Denglisch

Hoodies, Jeggings und Loungewear

Von Anne Debus

Wer heutzutage Kleidung online oder aus dem Katalog bestellt, kommt sich oft vor wie beim Vokabel-Lernen. Die Beschreibungen strotzen von englischen Fachbegriffen. Nur selten sind die wirklich fachlich begründet, meist täte es auch eine deutsche Bezeichnung. Es ist wohl wie in der Popmusik – auf Englisch klingt es „hipper“. Oft geben die Hersteller auch mit phantasievollen Namen alten Trends ein neues Image. Wir haben aktuelle Begriffe für Sie übersetzt:

Antipilling-Ausrüstung: "Pilling" nennt man die Knötchenbildung auf Textilien. Zum Schutz davor werden die Gewebe mit einem Schutzfilm behandelt.

  • Baggy-Pants: Extrem weite Hosen aus der Hip-Hop-Mode. Sie sollen auf eine Praxis in US-amerikanischen Gefängnissen zurückgehen: Dort wird neuen Gefangenen aus Sicherheitsgründen sofort der Hosengürtel abgenommen. Manche Häftlinge trugen dann auch später in Freiheit ihre Hosen auf diese Art. Dadurch hielt die tiefhängende Hose Einzug in die Kultur des Gangsta-Rap. In einigen amerikanischen Kleinstädten wurden Baggy-Pants verboten. Begründung: Sie seien ein Verstoß gegen den Anstand.
  • Bleached: Auf Deutsch "gebleicht", Farbbezeichnung für Jeans.
  • Boot Cut: Jeans-Schnitt: An Bund und Oberschenkeln schmal, unten weit ausgestellt. Dadurch können Boot Cut Jeans optimal über Stiefeln getragen werden.
  • Boyfriend Jeans: Besonders weit geschnittene Damenjeans, die eher männlich aussehen – als hätte frau sie ihrem "Boyfriend" aus dem Schrank geklaut.
  • Casual–Stil: Bezeichnet lässige und bequeme, aber trotzdem schicke Kleidung.
  • Cardigan: Eine Wolljacke mit V-Ausschnitt.
  • Clutch (Bag): Ein Abendtäschchen ohne Henkel. Der Name kommt von engl. "clutch" = greifen, klammern.
  • Colourblocking: Große Farbflächen in kontrastierenden Farben.
  • Easy-Care-Ausrüstung: Engl. für "leicht zu pflegen". Bezeichnet knitterarme und bügelfreie Kleidungstücke, unempfindlich für Flecken.
  • Empire-Stil: Weich fallendes Oberteil mit hoher Taille, das die Brustpartie betont.
  • Gemoldete Bh's: Bezeichnet auf englisch eine Technik, bei der BH-Körbchen unter Hitze nahtlos geformt werden. Dadurch zeichnen sie sich nicht unter der Oberbekleidung ab.
  • Fake-Fur: Englisch für "nachgemachter Pelz", also ein Kunstpelz.
  • Fully fashioned verarbeitet: Bei dieser Technik wird ein Kleidungsstück möglichst im Ganzen gestrickt, das Gewebe nicht geschnitten. Dadurch entstehen feste Ränder, es bilden sich seltener Laufmaschen.
  • French Terry: Ein etwas dünnerer Sweatshirt-Stoff, auch "Sommer-Sweat"genannt.
  • Hipster: Ein Slip, der an den Hüften etwas breiter geschnitten ist. Wird auch "Panty" oder "Shorty" genannt. Kann aber auch eine tiefsitzende Hüftjeans bezeichnen.
  • Hobo Bag: Leitet sich von einer englischen Bezeichnung für "Landstreicher" ab. Die "Hobo Bag" ist eine große, knautschige Tasche, meist mit langem Schulterriemen.
  • Hoody: Ein Sweatshirt mit Kapuze, von engl. "Hood" für "Kapuze".
  • Jazz- Pants: Slips mit hohem Beinausschnitt und breitem Bündchen. Sie stammen ursprünglich aus der Gymnastikbekleidung und sind daher besonders bequem.
  • Jeggings: Leggins, die wie Jeans aussehen.
  • Jersey: Ein weiches Mischgewebe. Der Name stammt vermutlich von der Kanalinsel Jersey. Jerseystoff wird vor allem für T-Shirts, Unterwäsche oder Bettwäsche verwendet.
  • Layerlook: Lagenlook. Bezeichnet das Tragen mehrere Kleidungsstücke übereinander.
  • Lingerie-Stil: Mode im Stil von feiner Unterwäsche.
  • Longsleeve Shirt: Ein T-Shirt mit langen Ärmeln.
  • Loungewear: Gemütliche Kleidung für zuhause.
  • Mille- Fleurs: Frz. für "tausend Blumen", ein Stoffmuster mit kleinen Streublumen.
  • Pencil Skirt: Bleistiftrock, eine Rockform aus den 40er Jahren: Gerade, eng anliegend und knielang, hinten mit einem Schlitz.
  • Seamless: Engl. für "nahtlos". Wäsche ohne Seitennaht und mit ganz flachen Kanten, die sich dadurch nicht unter der Oberbekleidung abzeichnet.
  • Slinky: Engl. "schlank, hauteng": Kleidung aus weichfallendem, dünnen Stoff, die eng sich an den Körper anschmiegt. Slinky-Kleider sind oft Schlauchkleider aus dünner Wolle.
  • Tote (Bag): Abgeleitet vom englischen Verb "tote", für "tragen". Eine Tasche mit einem  kurzen Henkel, die man nur an der Hand oder am Unterarm tragen kann.
  • Treggings: Eine Zusammensetzung aus Trousers (deutsch Hose) und Leggings. Gemeint sind Leggings, die optisch eine Hose imitieren.
  • Turtleneck: Englisch für Rollkragen.
  • Twin Set: Kombination aus Pullover und farblich dazu passender Strickjacke.
  • Used Look: Neue Kleidungsstücke werden so bearbeitet, dass sie wie getragen wirken.
  • Vintage: Neue Modelle, die wie "Second Hand" aussehen, ähnlich dem Used Look.
  • Vokuhila-Style: Kürzel für "Vorne kurz, hinten lang", angelehnt an die Frisurenmode der 80er Jahre. Bezieht sich auf Oberteile, die hinten länger sind als vorne.
  • Weekender: Eine Reisetasche, die so groß ist, dass Kleidung für ein Wochenende hineinpasst.

Modechinesisch

WDR 2 Quintessenz | 14.01.2016 | 03:42 Min.

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Stand: 15.01.2016, 11:41