90. Internationale Grüne Woche

90. Internationale Grüne Woche

Seit Freitag läuft wieder die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Auch NRW ist dort mit einem eigenen Stand vertreten. Erstmals in der 90-jährigen Geschichte der Grünen Woche ist mit Marokko ein außereuropäisches Partnerland zu Gast.

Grüne Flaggen

Die "Internationale Grüne Woche" - eine Messe mit echter Tradition. Seit 90 Jahren findet die grüne Verbraucherschau alljährlich zum Jahresanfang in Berlin statt. Dabei bezog sich die Bezeichnung "grün" ursprünglich nicht etwa auf das dort gezeigte Gemüse oder die Pflanzen. Es waren grüne Lodenmäntel, die auf der ersten Messe, der Wintertagung der "Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft" 1926, in Berlin im Mittelpunkt standen. 90 Jahre später präsentieren mehr als 1.600 Aussteller eine globale Übersicht über Nahrungs- und Genussmittel, Landwirtschaft und Gartenbau in aller Welt. Erwartet werden mehr als 400.000 Besucher.

Die "Internationale Grüne Woche" - eine Messe mit echter Tradition. Seit 90 Jahren findet die grüne Verbraucherschau alljährlich zum Jahresanfang in Berlin statt. Dabei bezog sich die Bezeichnung "grün" ursprünglich nicht etwa auf das dort gezeigte Gemüse oder die Pflanzen. Es waren grüne Lodenmäntel, die auf der ersten Messe, der Wintertagung der "Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft" 1926, in Berlin im Mittelpunkt standen. 90 Jahre später präsentieren mehr als 1.600 Aussteller eine globale Übersicht über Nahrungs- und Genussmittel, Landwirtschaft und Gartenbau in aller Welt. Erwartet werden mehr als 400.000 Besucher.

Diesjähriges Partnerland ist Marokko. Mit einer opulenten Schau soll "das Labyrinth der Gassen und die Vielfalt der Farben, Waren und Gerüche" einer typischen marokkanischen Altstadt in die Messehallen gebracht werden, so die Ankündigung. Inspiriert von der Architektur der Königsstädte Marrakesch, Fès, Rabat und Meknès ist der marokkanische Pavillon 2016 als authentische Reproduktion der Medina gedacht. Motto: "Tausendundeine Nacht". Marokko ist das erste außereuropäische Partnerland in der 90-jährigen Geschichte der Grünen Woche.

Zum "Karneval der Blumen" wird in der Blumenhalle die Pflanzenvielfalt, -schönheit und Farbenpracht zu sehen sein, die der Karneval weltweit mit sich bringt. Angelehnt an den Karneval in Venedig, werden auf rund 1.600 Quadratmetern Wasserfläche 40 venezianische Gondeln schaukeln, umgeben von blumenreich kostümierten Figuren. Dazu sollen über 10.000 Frühjahrsblüher wie Krokusse, Narzissen und Tulpen ihren Duft verströmen.

Direkt neben den Blumen präsentieren sich in diesem Jahr die Winzer. Unter dem Begriff "Weinwerk" stellen verschiedene Weinbauern deutsche Weine und Sektsorten vor und wollen so ein Bild von der handwerkliche Bandbreite und Individualität des Weins vermitteln. Dazu werden auch touristische Angebote und typische Nahrungsmittelspezialitäten aus den jeweiligen Weinregionen erhältlich sein.

Nicht nur die Messe feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Auf 500 Jahre Reinheitsgebot stoßen auch die deutschen Bierbrauer an. Der Deutsche Brauer-Bund informiert über die älteste, heute noch gültige lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt, über die Vielfalt der Biere in Deutschland und die verwendeten Rohstoffe. 1.300 deutschen Brauereien zählt der Verband, 40 verschiedenen Biersorten und rund 5.500 einzelnen Biermarken. Kleine lokale Brauereien aus allen Regionen Deutschlands bieten auf der Messe Kostproben ihrer Produkte.

Unter dem Motto "Gutes und Nachhaltiges aus NRW" präsentiert sich auch das einwohnerstärkste deutsche Bundesland in Berlin. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zeigt an einem eigenen Stand regionale Lebensmittel aus NRW - darunter westfälischen Knochenschinken, Roggen-Whisky aus Olpe, Reibekuchen aus dem Sauerland und die schärfste Schaschliksauce des Ruhrgebiets. Es gibt Tipps zur Pflanzenzucht, Fachbeiträge zu Themen wie Regionalität, Nachhaltigkeit und Wertschätzung von Lebensmitteln, außerdem Kochshows und Musik.

"Erlebniswelt Heimtiere": Wie das Kuscheln mit der Hauskatze Stress abbauen kann, welcher Hund zu welcher Familie passt, wie man rotäugige Ratten am besten hält oder wie sich Vogelspinnen und Echsen im heimischen Terrarium wohl fühlen - in dieser Halle dreht sich alles rund ums Haustier.

Die etwas größeren (Haus-) Tiere können Kinder und Erwachsene dann auf dem "ErlebnisBauernhof" beobachten. Einen "authentischen Blick in die Welt der Landwirtschaft" und darauf, "was heutzutage auf deutschen Äckern und in deutschen Ställen passiert" verspricht die Ankündigung, außerdem einen Einblick darein, wie Lebensmittel entstehen.

Dass alte, traditionelle Rinderrassen erhalten werden müssen, dafür wirbt die "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen" (GEH). In Deutschland stehen aktuell 14 Rinderrassen auf der Roten Liste. Sie alle verkörpern den Rindertyp, der über Jahrtausende das Überleben der Menschheit gesichert hat, so die GEH. Gezeigt werden - live- Original Braunvieh, Glanrinder und Schwarzbunte Niederungsrinder.

"Eine Welt ohne Hunger ist möglich", unter diesem Motto präsentiert sich erstmals auch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf der Grünen Woche. Besuchern verspricht das Ministerium einen Überblick über die wichtigsten Herausforderungen und Chancen im Kampf gegen den weltweiten Hunger. Im Kontext der aktuellen Flüchtlingskrise wolle das BMZ zeigen, so die Ankündigung, wie deutsche Entwicklungspolitik "mit langfristig angelegten Maßnahmen" Fluchtursachen vorbeuge. Eine Bildergalerie soll zeigen, wie Entwicklungsländer Hunger und Armut besonders in ländlichen Regionen überwinden können und welchen Beitrag das BMZ dabei leiste. Die Internationale Grüne Woche geht bis einschließlich 24. Januar 2016.

Stand: 14.01.2016, 09:26 Uhr