Sonnenschutz - Welcher Hauttyp sind Sie?

Haut eincremen

Sonnenschutz - Welcher Hauttyp sind Sie?

Von Katrin Boecker

Welcher Hauttyp sind Sie?

Denn daraus leitet sich ab, wie lange Sie sich ungeschützt in der Sonne aufhalten dürfen, ohne Ihre Haut nachhaltig zu schädigen.

Hauttypen lassen sich wie folgt unterscheiden:

  • Hauttyp 1 ist meist sehr hellhäutig und hat rotes oder blondes Haar. Seine Eigenschutzzeit der Haut beträgt nur 5-10 Minuten.
  • Hauttypen 2-3 sind meist hellbraun oder blond. Sie dürfen maximal 20 Minuten am Tag ungeschützt sonnen. Darum hier einen mittleren Lichtschutzfaktor verwenden.
  • Hauttyp 4 ist dunkelhaarig und wird schnell braun. Menschen mit diesem Hauttyp bleiben meist von Sonnenbränden verschont! Ihr Eigenschutz liegt aber trotzdem nur bei 40 Minuten. Daher ist auch bei diesem Hauttyp Eincremen Pflicht. Kinderhaut ist noch besonders empfindlich. Sie benötigt den höchsten Lichtschutzfaktor (50 plus)

Was ist der Lichtschutzfaktor?

Mit dem Lichtschutzfaktor, der auf den Sonnenschutzprodukten aufgedruckt ist, errechnet man die maximale Zeit, die man sich – je nach Hauttyp - in der Sonne aufhalten darf. Beispiel: Hauttyp 1 und Kinder haben eine Eigenschutzdauer von 5 Minuten. Darum benötigen sie den hohen Lichtschutzfaktor 50+. So ist ihre Haut dann 50X 5 Minuten lang geschützt.

Hauttypen Sonnenschutz Grafik

Wieviel Creme braucht der Mensch?

Für optimale Wirkung benötigt ein erwachsener Mann 6 Esslöffel Sonnenmilch, eine erwachsene Frau hingegen 4 Esslöffel. Sonnenschutz rechnet sich nur dann, wenn beim Eincremen genügend Sonnenmilch verwendet wird und keine Stelle vergessen wurde. Je weniger verwendet wird und je lückenhafter aufgetragen wurde, desto geringer der Lichtschutzfaktor. Wer also ein schlechter Eincremer ist, sollte lieber zum höheren Schutzfaktor greifen.

Was ist der UV Index?

Der UV Index gibt die höchste sonnenbrandgefährliche Stärke der Sonnenstrahlung an, die im Laufe eines Tages erreicht werden kann.

Im Handel sind UV- Messgeräte für den privaten Gebrauch erhältlich. Diese messen mit einem Sensor den UV- Anteil im Sonnenlicht. Anhand dieser Werte kann man dann die Zeit für ein ungefährliches Sonnenbad errechnen.

UV IndexBewertungSchutz Maßnahmen
0, 1, 2niedrigkein Schutz erforderlich
3, 4, 5mittelSchutz empfehlenswert
6, 7hochSchutz erforderlich
8, 9, 10sehr hochSchutz unbedingt erforderlich
11, 12+extrem hochSchutz ist ein Muss

Was ist das UV Standard 801 Label?

Sicher den Sommer genießen mit textilem UV- Schutz! Das Hohenstein Institut in Bönningheim hat dazu einen Standard entwickelt. Das UV Standard 801 Label. Es signalisiert dem Verbraucher auf einen Blick, dass die Kleidung oder der Stoff des Sonnenschirms einen Sonnenschutz bietet. Das Label zeigt an, wie lange der Nutzer ohne entsprechenden Schutz in der Sonne verweilen kann. (UPF 80 = 80 Mal länger also ohne Schutz).

Wie erkenne ich einen Sonnenstich?

Bei Temperaturen über 30 Grad kann der Sommer zur Belastung werden. Dann verursachen nicht die UV Strahlen unangenehme Beschwerden, sondern die Temperatur. Der sogenannte „Sonnenstich“ droht, aber wie erkenne ich ihn und seine Symptome?

  • Übelkeit/Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel/Ohnmacht
  • Kreislaufbeschwerden

Der Sonnenstich, auch Insolation genannt, entsteht durch eine zu intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Verantwortlich dafür sind die langwelligen Wärmestrahlen (Infrarotstrahlen) des Sonnenlichts. Durch die lokale Überwärmung des Kopfes werden die Hirnhäute gereizt und in schweren Fällen auch das Gehirn selbst in Mitleidenschaft gezogen. Häufig tritt ein Sonnenstich bei Kindern oder Männern mit Glatze auf. Darum unbedingt eine Kopfbedeckung tragen.

Stand: 09.08.2017, 21:00