Operationen an der Wirbelsäule: Höchste Häufigkeit in Hessen

Operationen an der Wirbelsäule: Höchste Häufigkeit in Hessen

Immer mehr Menschen in Deutschland werden stationär am Rücken operiert. Am häufigsten kommt die Bevölkerung in Fulda unters Messer. Dabei können Rückenschmerzen in vielen Fällen konservativ behandelt werden.

Eingriffe an der Wirbelsäule, 2013 - 2015

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Auf der Karte finden Sie die Daten zu den durchschnittlich pro Jahr durchgeführten Eingriffen an der Wirbelsäule im Betrachtungszeitraum von 2013 bis 2015. Farblich dargestellt ist die Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner. Der Rang zeigt, welche Position der jeweilige Kreis im Verhältnis zu den insgesamt 402 Kreisen bundesweit einnimmt - je höher der Rang, desto höher die Zahl der Eingriffe je 100.000 Einwohner. (Quelle: Destatis)

Über den Reiter oben auf der Seite können Sie sich die Zahlen für die einzelnen Bundesländer anschauen.

* Die Angaben für die Kreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald wurden für beide Kreise erhoben und werden daher identisch ausgespielt

Legende: Eingriffe an der Wirbelsäule, 2013 - 2015

Anzahl der Eingriffe je 100.000 Einwohner, Jahresdurchschnitt 2013 - 2015
  • bis 786
  • 786 bis 1009
  • 1009 bis 1254
  • 1254 bis 1753
  • mehr als 1753

Ob die Entfernung von ausgetretenem Bandscheibenmaterial bei einem Bandscheibenvorfall oder die Versteifung der Wirbelsäule bei Wirbelgleiten: Operationen am Rücken zählen zu den lukrativsten medizinischen Eingriffen - und sie sind weit lohnender als Krankengymnastik.

Seit 2009 ist die Zahl der Wirbelsäulen-OPs in Deutschland von rund 612.000 Eingriffen auf rund 790.000 im Jahr 2015 gestiegen. Am häufigsten finden solche Eingriffe in Hessen statt. Dabei fallen im Zeitraum von 2013 bis 2015 vor allem die Kreise Fulda, Main-Kinzig-Kreis, Vogelsbergkreis, Hersfeld-Rotenburg und Waldeck-Frankenberg auf. Weitere Ausreißer gab es 2015 in Thüringen im Kreis Unstrut-Hainich sowie im Kreis Herne in NRW. In Fulda wurden Menschen bis zu dreimal so häufig am Rücken operiert wie im Bundesdurchschnitt. Medizinisch sind diese regionalen Abweichungen nicht erklärbar.

OPs an der Wirbelsäule zählen zu den lukrativsten Eingriffen

Der Verdacht liegt nahe, dass eine hohe OP-Häufigkeit finanzielle Ursachen haben kann: Wirbelsäulen-OPs kosten mehrere zehntausend Euro und sind besonders lukrativ. Das bestätigt auch der "Faktencheck Gesundheit" der Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Auswertung.

Anmerkung

Wegen eines technischen Fehlers sind in früheren Versionen der Karten teilweise falsche Daten ausgespielt worden. Wir bitten dies zu entschuldigen. Dieser Fehler ist jetzt behoben. (21.06.2017)

awi | Stand: 21.06.2017, 08:50