Schweizer "Hanf-Zigi" muss draußen bleiben

Blick auf eine Packung CBD-Zigaretten der Marke ''Heimat Tabak und Hanf'', aufgenommen am Mittwoch, 12. Juli 2017

Schweizer "Hanf-Zigi" muss draußen bleiben

Eine neue Zigarettenmarke aus der Schweiz enthält kleine Mengen Cannabis - und ist dort am Kiosk erhältlich. Der deutsche Zoll warnt: Über die Grenze darf man die "Hanf-Zigi" nicht bringen.

Die Packung sieht aus wie eine normale Zigarettenschachtel, der Name der Marke liegt ganz im aktuellen Trend: "Heimat". In der Schweiz gibt es sie seit einigen Tagen an Kiosken und in Supermärkten zu kaufen - doch der Inhalt unterscheidet sich etwas von herkömmlichen Rauchwaren: Diese neuen Zigaretten enthalten Cannabis. Da der THC-Gehalt aber unter einem Prozent liegt, kann die Marke in der Schweiz legal und offiziell überall verkauft werden.

Einfuhr nach Deutschland ist strafbar

Dennoch warnt der deutsche Zoll davor, die Cannabis-Zigaretten nach Deutschland einzuführen. "Das Verbringen von Drogen ist eine Straftat und kann mit Haft- oder Geldstrafen geahndet werden", heißt es in einer Meldung. Cannabis gelte wegen des Wirkstoffs THC nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz als Droge, daher sei die Einfuhr dieser Zigaretten für Privatpersonen auch in kleinsten Mengen verboten. Auch eine einzelne Packung in der Jackentasche könnte also bei der Wiedereinreise nach Deutschland verhängnisvoll sein: "Eine Ausnahmeregelung", heißt es, "kommt nicht zum Tragen."

Vier Gramm Hanf pro Päckli

Nach Angaben des Herstellers wird die "Hanf-Zigi", wie die Schweizer sie nennen, ausschließlich aus in der Ostschweiz angebautem Tabak und Cannabis hergestellt. Hanf würde in der Schweiz "seit Jahrtausenden" angebaut und wohl auch ebenso lange geraucht. Ein "Päckli" mit 20 Zigaretten enthalte vier Gramm Hanf.

Stand: 26.07.2017, 10:30