Gesundheitsbelastung Feinstaub

Gesundheitsbelastung Feinstaub

  • Verkehr und Landwirtschaft sind die größten Verursacher von Feinstaub
  • Feinstaub kann zu Lungenkrebs, Herzinfarkten, Schlaganfällen und Demenz führen
  • Wie man die kleinsten Partikel meidet

Bei ungünstiger Wetterlage bildet sich vor allem im Winter über vielen Städten eine dicke Dunstglocke. Das sind die Tage, an denen die Feinstaubwerte in die Höhe schnellen und die zulässigen EU-Grenzwerte überschreiten. Ein Verursacher ist der Diesel-Verkehr.


Mehr Tote durch Feinstaub als durch Verkehrsunfälle

Autos und Lastwagen stoßen jede Menge Ruß und Stickoxide aus. Jedes Bremsen sorgt für Abrieb, auch die Reifen nutzen ab, Gummi wird zu Feinstaub zermahlen, der im schlimmsten Fall tödlich sein kann.

Das Mainzer Max-Planck-Institut geht von mehr als 7.000 Todesfällen pro Jahr aus. Das sind doppelt so viele Tote wie durch Verkehrsunfälle.

Industrie produziert giftige Abgase

Daneben pusten Industrie und Kraftwerke jede Menge kleinster Teilchen in die Luft. Diese Abgase tragen laut Wissenschaftlern zum Tod von 7.500 Menschen bei.

Noch überraschender: Der Großteil der Todesfälle geht auf das Konto einer Branche, die selten mit Feinstaub in Verbindung gebracht wird: Die Landwirtschaft. Hier entstehen bei der Feldarbeit mit schweren Maschinen und beim Umfüllen von Getreide kleinste Partikel.

Landwirtschaft gilt als größter Verursacher

Auch bei der Massentierhaltung fällt Feinstaub an. Bei der Zersetzung von auf dem Feld ausgebrachte Gülle entsteht das Gas Ammoniak. Das verbindet sich in der Luft mit anderen Abgasen - von Autos und Fabriken zum Beispiel - zu Feinstaub.

Laut Max-Planck-Institut ist die Landwirtschaft der größte Feinstaub-Verursacher und schuld am Tod von 15.000 Menschen jährlich.

Schutz vor Feinstaub ist schwierig

Grundsätzlich kann man sich nicht schützen: wer sich draußen aufhält atmet zwangsläufig belastete Luft ein. Aber: Jeder einzelne kann mit seinem Verhalten die Feinstaubbildung verringern. Wer Energie spart, reduziert in der Regel auch die Feinstaubemission.

Hier finden Sie weitere Tipps zur Verringerung von Feinstaub

Stand: 03.04.2017, 11:41