Die Ernährungs-Docs: Gicht, Reizdarm und Fettleber

Die Ernährungs-Docs: Gicht, Reizdarm und Fettleber

In der dieser Folge kommen Jürgen H. mit Gicht, Franziska K. mit einem Reizdarm und Jens L. mit einer nicht-alkoholischen Fettleber in die Hausboot-Praxis. Alle drei suchen Hilfe bei den Ernährungs-Docs.

In dieser neuen Folge von „Die Ernährungs-Docs“ kommt Jürgen H. an Bord. Seit sieben Jahren beeinträchtigt ihn seine Gicht. Die Gelenke schmerzen, als bewegten sich Glasscherben darin. Die Ursache: Durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut kristallisiert die Harnsäure aus und lagert sich ab. „Sie müssen dringend Purine weglassen“, erklärt Matthias Riedl, „die stecken z.B. in Sardinen oder Hering, ganz besonders in Leberwurst und Innereien, aber auch in Linsen. Und in Bier, sogar in alkoholfreiem!“ Auch das Übergewicht von Jürgen H. führt zu verstärkter Harnsäure-Bildung. Der 57-jährige ist Lastwagenfahrer. Riedl zeigt ihm ein gesundes Gericht, das man auch auf einem Campingkocher zubereiten kann. Und der Doc hat zusätzlich einen Plan, wie Bewegung in den Alltag hinterm Steuer kommt. Werden die Maßnahmen weitere Gicht-Attacken verhindern können? 

Mindestens jeden zweiten Tag leidet Franziska K. unter Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall: die Studentin aus Bremen hat einen Reizdarm, der ihr Leben stark beeinflusst. Dem will Anne Fleck mit einer FODMAP-Diät begegnen: „Fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole, sagt Ihnen das was? Gemeint sind kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole – die lassen Sie ab sofort weg!“ Allerdings nur für drei Wochen, auf Dauer ist diese Diät zu einseitig, betont die Ärztin. Danach soll Franziska K. die weggelassenen Lebensmittel nach und nach wieder zu sich nehmen und dabei ein Beschwerde-Tagebuch führen. Wird die 23-jährige durch eine Ernährungs-Umstellung wieder ein normales Leben führen können?

Schon seit langem hört Jens L. von Ärzten dieselbe Frage: „Trinken Sie schon lange soviel Alkohol?“ Dabei trinkt der 50-jährige aus der Nähe von St. Peter-Ording gar nicht. Und doch hat er eine Fettleber, seit 30 Jahren! „Eine nicht-alkoholische Fettleber“, sagt Ernährungs-Doc Jörn Klasen, „sie haben Glück, dass sich das Organ noch nicht entzündet hat – doch es ist fünf vor Zwölf!“ Das Ernährungs-Protokoll des Sozialarbeiters zeigt Internist Klasen die Ursachen: viel Müsli, viel Brot, Chips und vor allem jede Menge Süßigkeiten. Ab sofort soll Jens L. auf Eiweiß setzen: 1,2 Gramm je Kilo Körpergewicht, also fast 150 Gramm pro Tag. Eier, fettarmer Quark, Fisch, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte und Nüsse stehen nun auf dem Speiseplan. Und gegen die Lust auf Süßes empfiehlt der Arzt eine Tasse Wermut-Tee, die Bitterstoffe unterdrücken die Sucht nach Zucker. Wird Jens L. die radikale Umstellung schaffen und so die Entzündung seiner Leber verhindern?

Stand: 17.03.2017, 12:42