Woher kommen die Rückenschmerzen?

Das Bild den Rücken einer Frau.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Von Christine Kämper

Der Aufbau der Rückenmuskulatur ist komplex, Schmerzen können an vielen Stellen entstehen.

Bandscheiben: Sie können sich vorwölben und so auf die Nerven im Rückenmarkskanal drücken.

  • Muskeln: Sie können sich durch Fehlhaltungen oder lange Fehlbelastungen verkrampfen und verhärten.
  • Iliosakralgelenk (Kreuzbein-Darmbein-Gelenk): Das Gelenk kann schmerzhaft blockieren.
  • Faszien (Bindegewebe): Sie können nach neuestem Stand der Forschung ebenfalls eine Ursache für Schmerzen sein. Faszien sind mit Nervenenden durchsetzt. Wenn Faszien sich zusammenziehen und "verkleben", kann das sehr unangenehm werden.

Wie werden die Rückenschmerzen ausgelöst?

Rückenbeschwerden können auch durch eigenes Verhalten ausgelöst oder gefördert werden:

  • Es kann an einer Überforderung liegen – zum Beispiel, wenn jemand im Beruf immer wieder die gleichen Bewegungen ausführen muss. Bauarbeiter, Müllmänner oder Altenpfleger sind häufig betroffen.
  • Deutlich häufiger liegt heutzutage aber eine Unterforderung vor. Wer einen Bürojob hat, verlässt selten seinen Schreibtisch und nach Feierabend sitzen viele gerne auf der Couch. Die Körperhaltung ist zu monoton. Der Rücken wird nicht genug, vor allem aber nicht abwechslungsreich genug, gefordert.

Ist Bewegungsmangel schuld?

Wer einen Bürojob hat, der geht häufig kaum mehr als einen Kilometer am Tag zu Fuß. Viel zu wenig – sagen Experten. Wer keinen Sport treibt, kann durch mehr Bewegung auch schon viel für die Fitness des Rückens tun. Schon einfaches Gehen ist eine effektive Methode, um die Muskulatur – auch die des Rückens – zu lockern und zu stärken. Empfohlen werden täglich 10.000 Schritte. Das sind – je nach Schrittlänge – etwa sechs bis sieben Kilometer.

Das Bild zeigt den Arm einer Person, die am Schreibtisch sitzt.

Bei Menschen, die einen Bürojob haben, ist die Körperhaltung oft viel zu monoton.

Ein paar Tipps, um diese Vorgabe zu erreichen:

  • Bewegungszähler gibt es auf einigen Handys schon vorinstalliert. Außerdem gibt es meist kostenlose Handy-App-Downloads. Bewegungszähler gibt es auch als separate Geräte, die am Gürtel oder in der Hosentasche befestigt werden. Die Geräte gibt es ab 20 Euro. Schrittzähler helfen, die selbst gesteckten Ziele zu kontrollieren und sich zu motivieren.
  • Langsam loslegen: Wer sich bislang wenig bewegt hat, muss nicht gleich am ersten Tag die 10.000 Schritte erreichen. Lieber mit realistischen Zielen beginnen und dann langsam steigern. Das sorgt für Erfolgserlebnisse.
  • Gemeinsam mit Freunden, Familie oder Kollegen macht das Schritte zählen mehr Spaß.

Stand: 21.08.2017, 11:00