Bessere Hilfe für Kinder suchtkranker Eltern

Plakat Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

Bessere Hilfe für Kinder suchtkranker Eltern

Von Andrea Groß

  • Jedes 6. Kind wächst in einer Suchtfamilie auf
  • Sie haben ein hohes Risiko, selbst suchtkrank zu werden
  • Beratungsstellen fordern vorsorgliche Hilfen

Mit der "Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien" (12.02.2017 bis 18.02.2017) machen Suchtberatungsstellen jedes Jahr um den Valentinstag herum auf die ungenügende Unterstützung von Kindern aufmerksam, deren Eltern unter einer Suchtkrankheit leiden. In Deutschland wächst schätzungsweise jedes sechste Kind in einer Suchtfamilie auf.

Auch Beratungsstellen an Rhein und Ruhr fordern die Politik auf, gesetzliche Grundlagen dafür zu schaffen, dass Kinder suchtkranker Eltern einen Rechtsanspruch auf präventive Hilfen sowie Therapien erhalten. In Essen informiert eine Ausstellung über Hilfsangebote, in Düsseldorf lädt eine Beratungsstelle ins Puppentheater ein, in Recklinghausen gibt es einen Film über Kinder, die in Suchtfamilien aufwachsen.

Studien zufolge haben diese Kinder ein deutlich höheres Risiko, selbst suchtkrank zu werden. Die Organisation "Children of Addicts" geht davon aus, dass sie andererseits aber auch sehr widerstandsfähig sind und vielfältige Kompetenzen haben. Mit der richtigen Untersützung können sie sich zu gesunden, lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln.

Stand: 13.02.2017, 09:55