116 117: Wenn der Hausarzt geschlossen hat

116 117: Wenn der Hausarzt geschlossen hat

Starke Bauchschmerzen über die Feiertage oder unerwartet hohes Fieber am Wochenende: Wenn die Hausarztpraxis geschlossen ist, erreicht man unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Überall in Deutschland sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln - auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Diese Nummer sollte man dann wählen, wenn es um nicht lebensbedrohliche Fälle geht. Bei Lebensgefahr - Herzinfarkt, Schlaganfall, starker Atemnot, Vergiftung, hoher Blutverlust, schwerer Unfall - muss dagegen der Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 alarmiert werden.

116117: Wenn der Hausarzt geschlossen hat

WDR 2 Quintessenz | 24.05.2017 | 03:33 Min.

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Ohne Vorwahl und kostenlos

Die Nummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos - egal, ob vom Festnetz oder vom Mobiltelefon aus. Der Bereitschaftsdienst wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen organisiert und ist dann angebracht, wenn der Patient das Gefühl hat, mit einer Erkrankung, die nicht lebensbedrohlich ist, nicht bis zum nächsten Tag auf medizinische Behandlung warten zu können. Zum Beispiel bei hohem Fieber im Zusammenhang mit einem grippalen Infekt, bei Magen-Darm-Erkrankungen mit starken Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall oder starker Migräne.

Am anderen Ende der Leitung ist die Anrufzentrale des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, die den Kontakt zur nächsten Bereitschaftsdienstpraxis vermittelt. Patienten, die nicht mobil sind, können mit dem Bereitschaftsarzt einen Hausbesuch vereinbaren. Der Dienst gilt sowohl für Kassen- als auch für Privatpatienten. Bei akuten Problemen mit den Zähnen gibt es in jeder Region einen zahnärztlichen Bereitschaftsdienst. 

Stand: 11.10.2017, 10:51