Tipps zum Reifenwechsel

Tipps zum Reifenwechsel

Von Frank Wörner

Jedes Jahr rund um Ostern das gleiche Spiel: Winterreifen runter, Sommerreifen drauf. Wir haben zusammengefasst, worauf Sie beim Reifenwechsel achten sollten.

Für Winterreifen gilt die Faustregel: "Von O bis O" - also von Oktober bis Ostern. Selbst wenn Ostern erst spät im Jahr ist: Auch im März ist es häufig noch kalt und kann glatt auf den Straßen sein. In höheren Lagen von Eifel und Sauerland wird es selbst im April häufig nochmal weiß. Wer dort unterwegs ist, wartet auf jeden Fall besser noch. Und auch wer etwa über Ostern in den Skiurlaub fahren will, sollte noch nicht wechseln - allein schon wegen der teils strengeren Vorschriften für Winterreifen in einigen Alpenländern.

Tipps für den richigen Autoreifen

WDR 2 Quintessenz | 10.03.2017 | 03:04 Min.

Download

Hohe Preise

Es gibt aber noch einen weiteren Grund zu warten: Wer nämlich neue Sommerreifen braucht, zahlt jetzt tendenziell noch etwas mehr als in ein paar Wochen. Genau lässt sich eine Preisentwicklung natürlich nie vorhersagen. In der Vergangenheit hat das Preisvergleichsportal Idealo aber beobachtet, dass Sommerreifen in der 13. Kalenderwoche am günstigsten waren - vorher waren sie teurer, anschließend sind die Preise auch etwas gestiegen. In einer Stichprobe des Portals konnten Autofahrer für einen Satz Reifen zwischen zehn und 20 Euro sparen, wenn sie Ende März gekauft haben.

Vergleichen ist Pflicht

Auch wenn es banal klingt: Wer Sommerreifen kauft, sollte vorher auf jeden Fall die aktuellen Tests lesen - am besten gleich mehrere. In diesem Jahr hat sich zum Beispiel gezeigt, dass ein hochpreisiger Reifen eines bekannten Premium-Herstellers in verschiedenen Untersuchungen jeweils nur schwach abschnitt. Wer also stur bei "seiner" Marke bleibt, kauft vielleicht einen weniger optimalen Reifen - und zahlt dafür auch noch deutlich mehr als nötig. Dass manchmal auch günstige Reifen gut sein können, hat sich auch immer wieder gezeigt. Nur Billigreifen aus Fernost haben in den vergangenen Jahren fast durchweg schlecht abgeschnitten.

Unterschiede nach Fahrzeugtyp

Auch zwischen den Fahrzeugmodellen gibt es deutliche Unterschiede. So hat ist in einem Test eine Reifenmarke mit ihrem Modell für Mittelklassewagen auf dem zweiten Platz gelandet, bei den gleichen Testern landete ein SUV-Reifen derselben Marke dagegen nur auf einem der hinteren Ränge. Heißt also: Wer beispielsweise ein SUV fährt, kann sich nicht am Test von Kleinwagenreifen orientieren. Dasselbe gilt im Prinzip für alle Fahrzeugkategorien.

Sparen mit alten Winterreifen im Sommer?

Um es gleich vorweg zu sagen: Funktioniert nicht - und ist auch für die Sicherheit keine gute Idee. Die Gummimischung der Winterreifen kann gerade an heißen Sommertagen zu weich und so zum Sicherheitsrisiko werden: Der Bremsweg verlängert sich, und in Kurven ist der Wagen weniger stabil. Wenn die Winterreifen in der nächsten Saison noch halten sollen, sollten sie auf keinen Fall im Sommer gefahren werden. Denn dann kann die Gummimischung aushärten - im nächsten Winter taugt der Reifen auf Schnee und Eis dann nur noch sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr.

Stand: 10.03.2017, 00:00