Zinsvergleich Tages- und Festgeld

Symbolbild niedrige Zinsen

Zinsvergleich Tages- und Festgeld

Von Ulrich Ueckerseifer

Dass es kaum noch Zinsen gibt, daran haben wir uns ja alle schon gewöhnt. In den vergangenen Jahren war das auch nicht so wichtig, weil auch die Preise nicht gestiegen sind – das Vermögen blieb also auch ohne Zinsen gleich.

Doch im Februar lag die Inflationsrate in Deutschland erstmals seit Jahren wieder über zwei Prozent. Wer also den Wert seines Ersparten erhalten will, der muss auf die Suche nach einen Zinssatz in dieser Höhe gehen.

Kaum Zinsen auf dem Tagesgeldkonto

Wer täglich an sein Geld kommen will, kriegt dafür bei den meisten Filialbanken oder Sparkassen kaum noch Zinsen. Für Großbanken wie die Commerzbank oder die Deutsche Bank gilt das mit Ausnahme kurzfristiger Aktionsangebote auch. Es gibt aber noch Banken, die mit Zinsen von bis zu 1% aufs Tagesgeld werben. Das sind meist Direktbanken ohne eigene Filialen.

Tagesgeld-Hopping

Das sogenannte Tagesgeld-Hopping, also der regelmäßige Wechsel zu einer Bank mit dem aktuell höchsten Tagesgeld-Zinssatz, macht hier den Unterschied. Der Trick: einige Direktbanken bieten Neukunden deutlich bessere Zinssätze – oft aber nur bis zu einem bestimmten Maximalbetrag und auch nur für eine gewisse Laufzeit. Danach erhalten Sparer nur noch den deutlich niedrigeren Standard-Zins. Wer dann das Tagesgeldkonto wechselt, kann auch in Zeiten von Mini-Zinsen sein Geld vermehren. Online-Vergleichsrechner können helfen, das optimale Angebot zu finden. Finanztest hat errechnet (kostenpflichtig unter: https://www.test.de/Tagesgeld-Die-besten-Zinsen-4196794-0/) wer beispielsweise 20.000 Euro für ein Jahr auf einem Tagesgeldkonto parkt, könnte durch geschicktes Tagesgeld-Hopping immerhin 200 Euro Zinsgewinn im Jahr erzielen. Bei den Tagesgeldkonten der Filialbanken langt es oft lediglich für 10 Euro.

Zinsvergleich Tages- und Festgeld

WDR 2 Quintessenz - Tipps und Trends | 02.03.2017 | 02:33 Min.

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Aufwand und Alternative

Der Aufwand ist immerhin nicht mehr so groß wie noch vor einigen Jahren, da viele Direktbanken inzwischen eine Online-Identifizierung per Videotelefonie anbieten. Dies ist sicher aber vor allem bequemer, weil hier das sonst nötige POSTIDENT-Verfahren und damit auch der Gang zur Postfiliale entfällt. Wem das Tagesgeld-Hopping dennoch zu viel ist, der fährt gut mit dauerhaft gut getesteten Angeboten. Die Stiftung Warentest zum Beispiel bietet eine Übersicht auf die "dauerhaft guten" Tagesgeldkonten, die ihre attraktiven Zinsen langfristig nicht großartig heruntergeschraubt haben.

Wer sein Geld hier anlegt, bekommt zwar nicht ganz so viele Zinsen wie beim gezielten Umschichten – das Angebot ist allerdings noch immer deutlich attraktiver als das der meisten Hausbanken.

Zinsen fürs Festgeld

Höhere Zinsen als bei Tagesgeldkonten gibt es für längerfristige Anlagen auf einem Festgeldkonto. Dort kann man dann aber mehrere Jahre nicht auf sein Geld zugreifen. Vergleichsweise hohe Zinsen bieten zumeist ausländische Banken. Auch bei den Festgeldkonten gilt: Online-Angebote bieten in der Regel höhere Zinsen als Filialbanken.

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Stand: 02.03.2017, 12:00