Handwerker-Stichprobe: Lackierer

Handwerker-Stichprobe: Lackierer

Von M. Jankowski / B. Vorländer

Türen stehen im Haus unter Dauerbeanspruchung. Da bleiben kleine Dellen, Farbverluste oder ähnliches nicht aus. Lackierer sollen deshalb Türen fachgerecht auf Vordermann bringen. Aber unsere Handwerker-Stichprobe zeigt: Nicht alle Lackierer arbeiten professionell.

Den Fachmann schon im Vorfeld erkennen

Was also tun, wenn man selbst einen Lackierer finden muss, aber keine Erfahrungswerte hat?

Das Angebot an angeblichen Malern ist groß, aber die wenigsten können es auch: Viele unqualifizierte Handwerker bieten auf einschlägigen Portalen im Internet ihre Dienste an und unterbieten sich gegenseitig preislich.

Hier ist schon mit einer simplen Recherche viel erreicht – wirklich ausgebildete Maler- und Lackiererbetriebe sollten mit einer simplen Namenssuche im Internet zu finden sein. Ist das nicht so, ist Vorsicht geboten – die Chance ist hoch, dass hier am Ende nur jemand inseriert, der allerlei Dienste rund um‘s Haus anbietet (Hausmeisterservices, "Allround-Handwerker" oder ähnliches). Davon am besten die Finger von lassen. Die Chance ist hoch, dass diese es nicht besser können, als Sie oder ein handwerklich halbwegs begnadeter Freund oder Bekannter.

Maler und Lackierer- Meisterbetriebe sind die besten Ansprechpartner

Halten Sie also Ausschau nach Maler und Lackierer- Meisterbetrieben ("Maler und Lackierer" ist auch die offizielle Ausbildungsbezeichnung, die ein Profi verwenden wird), die am besten bereits auf ihrer Homepage auf Referenzen verweisen können.

Handwerkerstichprobe - Lackierer

Schon bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme lässt sich schnell feststellen, wer seinen Job wirklich ernst nimmt.

Im Idealfall wird ein Profi schon selbst möglichst ideal vorbereitet sein wollen. Er wird:

  • den Kunden bezüglich der Türen ausfragen
  • eine Vorbesichtigung machen oder wenigstens ein paar Fotos sehen wollen
  • sich nach möglichen Schäden erkundigen (damit er mit entsprechendem Werkzeug ausgestattet vorbeikommen kann)
  • Auskunft über den idealen Lack für die jeweilige Tür geben oder selbst Vorschläge machen

Die korrekte Arbeitsweise vor Ort erkennen

Auch vor Ort kann man sich selbst als Laie ein gutes Bild davon machen, ob man es mit einem Profi zu tun hat, der seine Arbeit ernst nimmt – oder jemanden, der nur auf den schnellen Euro aus ist.

Das sieht man bereits an der Arbeitsreihenfolge:

  • Zuerst sollte die Tür gründlich abgestaubt und gegebenenfalls mit Lösungsmittel gereinigt werden.
  • Dann muss immer zuerst geschliffen und dann gespachtelt werden (um sich die gespachtelten Stellen nicht selbst beim Schleifen zu zerstören).
Abbröckelnder Lack an einer Tür

Blättert der Lack schon ab, muss die gesamte Tür abgeschliffen werden.

Tipp: Ob überhaupt geschliffen werden muss – und wenn ja: und in welchem Umfang – lässt sich übrigens sehr einfach selbst überprüfen: Kleben Sie ein festes Klebeband an der Tür fest, ziehen Sie es ab und schauen Sie, ob Stücke vom Untergrund direkt mit abgehen – ist das der Fall, ist der Untergrund nicht tragfähig und muss vorab vollständig geschliffen und vorbehandelt werden. -Sobald die Spachtelmasse getrocknet ist, kann mit dem eigentlichen Lackieren begonnen werden.

Wird die Reihenfolge vertauscht oder werden bestimmte Arbeitsschritte sogar ganz weggelassen, sprechen Sie den Handwerker am besten direkt darauf an und lassen Sie ihn merken, dass er Ihnen so leicht nichts vormacht!

Stand: 09.05.2017, 18:15