Alternative Autopflege - Zahnpasta und Handseife

Alternative Autopflege - Zahnpasta und Handseife

Die Sonne scheint - da sollte auch das Auto schön glänzen. Also weg mit dem Dreck auf Lack und Felgen. Spezielle Reinigungsmittel dafür gehen ins Geld - es gibt aber auch Alternativen.

Die Reinigung des Wagens dient aber nicht allein der Optik sondern auch dem Schutz des Lacks. Vor allem bei Vogelkot sollten Autobesitzer keine Zeit verlieren: Am besten sofort mit einem nassen Lappen einweichen - und dann mit viel Wasser abwaschen. Ansonsten kann es passieren, dass sich aggressive Stoffe im Vogelkot in den Lack fressen und ihn verfärben. Wenn das passiert ist, kann oft nur noch der Profi helfen - mit Politur oder schlimmstenfalls sogar nur mit einer neuen Lackierung.

Pflege-Alternativen aus Küche und Bad

Alternativen zu herkömmlichen Reinigern gibt es auch im Haushalt. Gerade bei leichten Verschmutzungen reichen die günstigen Haushaltsmittel aus - bei hartnäckigem Schmutz hilft das Spezialmittel.

  • Zahnpasta: Das milde Schleifkorn der Zahnpasta poliert empfindlichen Kunststoff ohne Kratzer und bringt zum Beispiel trübe Blinker wieder zum Leuchten.
  • Handseife: Normale Seife ist eine Alternative zu speziellen Cockpit-Pflegesprays
  • Feinwaschmittel: Flecken in Sitzbezügen lassen sich mit Feinwaschmitteln ebenso gut entfernen wie mit Spezialreiniger.

Viel Wasser

Zurück zur Lackpflege: Grundsätzlich gilt beim Autowaschen, niemals am Wasser zu sparen. Das gilt gerade im Sommer, wenn sich Sand und Staub über den Lack gelegt haben. Nur wenn ausreichend Wasser verwendet wird, werden die harten Partikel abgespült, ohne den Lack zu zerkratzen. Wer sein Auto in der Waschanlage reinigen lässt, sollte deshalb immer auf eine gründliche Vorreinigung mit viel Wasser achten. Gut investiert ist in der Regel auch der zusätzliche Euro für eine Vorwäsche mit dem Hochdruckreiniger, die sich einige Waschanlagen separat bezahlen lassen.

Schonend vorgehen

Dass man keine harten Schwämme oder Scheuermittel fürs Auto verwenden sollte, dürfte sich herumgesprochen haben. Für hartnäckige Verunreinigungen gibt es spezielle Lackreiniger und Polituren. Allerdings sollten sie extrem vorsichtig angewendet werden - denn wer zu viel oder falsch poliert, macht am Ende sogar noch mehr kaputt. In Zweifelsfällen sollten Autobesitzer lieber einen Profi mit dem Aufbereiten des Lacks beauftragen.

Kein Sonnenschutz

Auch wenn sie harmlos erscheint: Sonnencreme kann auf Autolacken und anderen Oberflächen rund ums Fahrzeug fiese Flecken hinterlassen, die sich manchmal nicht mehr entfernen lassen. Da hilft nur eins: Sobald die Creme aufs Auto gekommen ist, mit viel Wasser und einem Reinigungsmittel abwaschen, zum Beispiel mit Autoshampoo. Wer zu lange wartet, riskiert dauerhafte Lackschäden, die sich nur noch mit viel Aufwand wegpolieren lassen. Schlimmstenfalls ist auch eine Neulackierung notwendig.

Schutz vor Schmutz

Wer seinen Lack schützen möchte, kann das mit einem Autowachs tun. Nachteil: Selbst wenn das Wachs von Hand aufgetragen wird, hält es nur einige Wochen - sogar bei einem sehr hochwertigen Wachs aus dem Fachhandel. Länger halten neuere Lackversiegelungen: Sie können den Lack für Monate und sogar Jahre schützen. Wer die Versiegelung selber aufträgt, muss für den Einstieg mit Kosten von etwa 30 bis 40 Euro rechnen - hat dafür dann aber auch in der Regel für eine Weile Ruhe. Alternative ist die Versiegelung beim Profi, sie kann allerdings durchaus 200 bis 500 Euro kosten.

Stand: 10.05.2017, 14:40