Auto verkaufen leicht gemacht

Auto von privat zu kaufen

Auto verkaufen leicht gemacht

Von Frank Wörner

Selber ein Auto zu verkaufen ist nicht jedermanns Sache. Es kann sich aber durchaus lohnen und deutlich mehr einbringen, als es in Zahlung für einen Neuwagen zu geben. Allerdings sollte man dann einige Punkte beachten.

Über den Wert informieren

Das Wichtigste bei jedem Autoverkauf ist herauszufinden, was der Wagen noch wert ist – egal, ob man den Wagen beim Händler in Zahlung gibt oder ihn privat verkauft. Am einfachsten läuft es über Internetbörsen wie mobile oder AutoScout24. Dort nach vergleichbaren Fahrzeugen mit ähnlicher Laufleistung und Ausstattung suchen. Da bietet einen ersten Anhaltspunkt, wieviel der eigene Wagen etwa wert ist. Alternativ kann man ihn auch gleich konkret bewerten lassen. Das kostet meist ein paar Euro, manche Internetseiten bieten eine grobe Schätzung aber auch gratis an. Auch einige Automobilclubs helfen weiter.

Auto verkaufen leicht gemacht

WDR 2 Servicezeit | 13.10.2017 | 03:43 Min.

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Privat verkaufen oder in Zahlung geben?

Generell gilt: Wer sein Auto privat anbietet, bekommt meist mehr dafür. Aber keine Regel ohne Ausnahme: Manchmal gibt es nämlich auch besondere Prämien, die es lukrativer machen, ein Auto in Zahlung zu geben. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Autobesitzer die Marke wechselt; einige Hersteller lassen sich das durchaus etwas kosten.

Sonderfall älterer Diesel

Im Moment werben viele Autohersteller mit Prämien in Höhe von oft mehreren tausend Euro, wenn Kunden ein neues Auto kaufen und dafür einen alten Diesel-Pkw verschrotten lassen. Das gilt in der Regel für Diesel mit Schadstoffeinstufungen von Euro 1 bis 4 (steht im Fahrzeugschein). Die Konditionen sind sehr unterschiedlich und müssen beim jeweiligen Händler erfragt werden – etwa, ob es die Prämie nur für Neuwagen oder auch für neuere Gebrauchte gibt und ob der alte Wagen tatsächlich verschrottet werden muss oder ob es die Prämie zusätzlich zum regulären Wert des "Alten" gibt. Eine Verschrottung lohnt sich, wenn ein Auto beispielsweise nur noch 1.000 Euro wert ist, es aber eine Prämie von 5.000 Euro beim Kauf eines anderen Autos gibt, bei 5.000 Euro Fahrzeugwert und 1.000 Euro Prämie logischerweise nicht.

Unkomplizierte Alternative

Wer sein Auto nicht beim Händler in Zahlung geben möchte, aber den Aufwand scheut, den Wagen selbst im Internet anzubieten, kann sich an einen professionellen Aufkäufer wenden. Inzwischen haben sich große Unternehmen darauf spezialisiert, bundesweit Fahrzeuge anzukaufen. Meist gibt der Interessent im Internet die groben Daten ein und lässt den Wagen dann in einer Filiale des Anbieters schätzen. Das ist eine schnelle und einfache Methode, ein Auto zu verkaufen. Allerdings sollten sich Autobesitzer darauf einstellen, dass sie einen geringeren Preis als beim Privatverkauf bekommen – unter Umständen auch deutlich weniger, als in einer ersten Kurz-Bewertung des Anbieters via Internet in Aussicht gestellt wurde.

"Schön machen" für den Verkauf

Deutlich mehr Geld gibt es für den Gebrauchten meist, wenn der Besitzer ihn selbst direkt im Internet anbietet. Wichtig sind dafür gute Fotos. Dafür sollte das Auto innen und außen sauber sein. Klingt nach einer Selbstverständlichkeit, wird aber bei Privatverkäufen häufig nicht beachtet. Anbieten sollte man den Wagen zu einem realistischen Preis. Denn wer zu viel verlangt, wird den Wagen nicht oder erst nach vielen Wochen und eventuell mehreren Preissenkungen los. Ganz wichtig ist auch, dass der Privatverkäufer nichts verschweigt –etwa den Wagen als unfallfrei anbietet, obwohl er mal einen großen Schaden hatte. Ansonsten kann der Käufer später Schadensersatz verlangen – oder schlimmstenfalls  den Kaufpreis für das Auto zurückfordern.

Stand: 13.10.2017, 00:00